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CGFP: "Ein schlechter Witz"
Politik 18.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Kürzung des Kilometergeldes

CGFP: "Ein schlechter Witz"

Seit dem 1. August erhalten Beschäftigte im öffentlichen Dienst nur noch 0,30 Euro pro zurückgelegten Kilometer.
Kürzung des Kilometergeldes

CGFP: "Ein schlechter Witz"

Seit dem 1. August erhalten Beschäftigte im öffentlichen Dienst nur noch 0,30 Euro pro zurückgelegten Kilometer.
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Politik 18.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Kürzung des Kilometergeldes

CGFP: "Ein schlechter Witz"

Die Staatsbeamtengewerkschaft CGFP ist erbost über die 25-prozentige Kürzung des Kilometergeldes im öffentlichen Dienst. In einem Presseschreiben macht sie ihrem Ärger Luft.

(mig) - Seit dem 1. August erhalten Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die ihren Privatwagen zu Dienstzwecken nutzen, nur noch 0,30 Euro pro zurückgelegten Kilometer. Seit 2006 waren es 0,40 Euro. Die Regierung begründet ihre Entscheidung mit dem gesunkenen Treibstoffverbrauch moderner Fahrzeuge.

Das geht der CGFP zu weit. Ginge es nach ihr, müsste das Kilometergeld sogar angehoben werden, um den gestiegenen Anschaffungs- und Unterhaltskosten Rechnung zu tragen.

"Handelt es sich hier um reinen Zynismus, um Unwissen oder einen schlechten Witz?", fragt die CGFP in ihrem Pressekommunikee, in dem sie neben der Kürzung der Kilometerpauschale noch andere Sparmaßnahmen anprangert. Sei es die Streichung des trimestre de faveur oder die Einführung der 0,5-Prozent-Steuer, die nach Ansicht der CGFP angesichts des "wirtschaftlichen Aufschwungs, einer historisch niedrigen Inflation und sich verbessernder Staatsfinanzen" umgehend abgeschafft werden sollte.

Steuerreform: Entlastung der Privathaushalte

In Sachen Steuerreform fordert die CGFP, dass die privaten Haushalte, "die schon heute zwei Drittel des direkten Steueraufkommens tragen" und "im Alleingang die Sanierung des Staatshaushaltes ermöglicht haben", entlastet werden.

Die CGFP warnt die Regierung überdies davor, weitere bestehende und im Gehälterabkommen vom Mai 2005 ausgehandelte Prämien anzurühren und, wie jetzt beim Kilometergeld geschehen, einseitig aufzukündigen oder zu kürzen.

Sollte die Regierung sich nicht an heute noch gültige Abmachungen halten, drohe ein Sozialkonflikt, den man nicht scheuen werde, so die CGFP weiter.


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