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Cefis-Studie zum Einwandererverhalten in Luxemburg: Gekommen, um zu bleiben
Politik 21.05.2015

Cefis-Studie zum Einwandererverhalten in Luxemburg: Gekommen, um zu bleiben

Luxemburgische, portugiesische und kapverdianische Pilger bei der Fatima-Wallfahrt.

Cefis-Studie zum Einwandererverhalten in Luxemburg: Gekommen, um zu bleiben

Luxemburgische, portugiesische und kapverdianische Pilger bei der Fatima-Wallfahrt.
Nico Muller
Politik 21.05.2015

Cefis-Studie zum Einwandererverhalten in Luxemburg: Gekommen, um zu bleiben

Cefis präsentiert Studie zum Einwandererverhalten in Luxemburg. Die Ergebnisse zeigen zum Teil große Unterschiede zwischen EU- und Nicht-EU-Ausländern auf.

(seb) - Von dem langfristigen Einwandererverhalten handelt eine neue, vom Centre d'étude et de formation interculturelles et sociales (Cefis) vorgestellte Studie. Nach einer vor zwei Monaten veröffentlichten Untersuchung zur politischen Partizipation der in Luxemburg lebenden Ausländer, ist dies nun der zweite Teil der Migralux-Studie des Cefis. Hierbei geht es um wichtige gesellschaftliche Fragen, die aufgrund der aktuellen Debatte rund ums Ausländerwahlrecht verstärkt in den Fokus rücken.

Das Hauptaugenmerk der Studie lag auf Themen wie dem Maß der Verbundenheit der Migranten zu Luxemburg, der Frage einer eventuellen Rückkehr in das Herkunftsland oder auch dem Wunsch des letzten Ruheortes. Besonders auffallend an den Ergebnissen ist dabei, dass sich die Antworten der befragten EU-Ausländer in vielen Punkten stark von jenen der Migranten aus Nicht-EU-Ländern (Kapverden, Serbien, Bosnien und Montenegro) unterscheiden. 

Auf die Frage hin, welchem Ort sie sich am meisten verbunden fühlen, geben 40 Prozent der EU-Ausländer Luxemburg an, für knappe zehn Prozent ist es ihr Herkunftsland. 45 Prozent der Migranten aus Drittländern nennen hier das Großherzogtum an erster Stelle, gute 20 Prozent sind jedoch ihrer alten Heimat am stärksten verbunden.

Nicht wenige wollen Luxemburg irgendwann wieder verlassen

Eine weitere Frage an die Studienteilnehmer war die, ob sie die Absicht haben, Luxemburg eines Tages wieder zu verlassen. Elf Prozent der EU-Ausländer spielen mit diesem Gedanken, unter den Nicht-EU-Ausländern sind es mit 26 Prozent deutlich mehr. 42 (EU) bzw. 21 Prozent (Nicht-EU) sehen Luxemburg als ihren endgültigen Wohnort an. Gleichzeitig äußern 57 Prozent der Migranten aus Drittstaaten den Wunsch, in ihrem Herkunftsland begraben zu werden. Unter EU-Ausländern beabsichtigen dies nur 13 Prozent.

Auffallend sind derweil einige Aussagen der befragten kapverdianischen Migranten. 40 Prozent von ihnen fühlen sich immer noch mit ihrem Herkunftsland am meisten verbunden; über die Hälfte beabsichtigt, Luxemburg irgendwann wieder zu verlassen.


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