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Causa Lunghi-RTL: Verwarnung für Enrico Lunghi
Auch nach der Entscheidung des Kulturministers ist die Causa Lunghi--RTL noch nicht ausgestanden.

Causa Lunghi-RTL: Verwarnung für Enrico Lunghi

Foto: RTL Screenshot
Auch nach der Entscheidung des Kulturministers ist die Causa Lunghi--RTL noch nicht ausgestanden.
Politik 04.01.2017

Causa Lunghi-RTL: Verwarnung für Enrico Lunghi

Maxime LEMMER
In der Affäre Lunghi-RTL steht nun fest, welche Folgen das umstrittene RTL-Interview für den ehemaligen Mudam-Direktor haben wird.

(ml) - In der Causa Lunghi-RTL hat sich Kulturminister Xavier Bettel für eine Sanktion gegen den ehemaligen Mudam-Direktor Enrico Lunghi ausgesprochen. Dabei handelt es sich um eine Verwarnung. Dies meldete der Sender 100,7 am Mittwoch.

Das Staatsministerium wollte auf Nachfrage des "Luxemburger Wort" die Nachricht weder bestätigen noch dementieren. Es handele sich um eine Personalangelegenheit, die man in der Öffentlichkeit nicht kommentieren wolle, sagte Jo Clees, Pressesprecher von Premier Xavier Bettel.

Und der Betroffene? Enrico Lunghi betonte gegenüber dieser Zeitung, er habe nach allem was in dieser Angelegenheit bereits gesagt worden sei, derzeit nichts hinzuzufügen. Der Ex-Museumsdirektor will erstmal abwarten, wie die Justiz damit umgeht. Um Licht in die Affäre zu bringen, hat Enrico Lunghi kürzlich eine Klage gegen Unbekannt eingereicht.

Von einer "schweren" Bestrafung abgesehen

Einen Tag nachdem in der RTL-Sendung "Den Nol op de Kapp" Auszüge des umstrittenen Interviews zwischen der RTL-Mitarbeiterin Sophie Schram und dem damaligen Mudam-Direktor ausgestrahlt worden waren, hatte Xavier Bettel ein Disziplinarverfahren in die Wege geleitet. Der Premier, Medien- und Kulturminister gelangte zu dem Schluss, dass sich Lunghi ein Fehlverhalten habe zu Schulde kommen lassen.

Anfang Dezember wurde die Untersuchung abgeschlossen. Bereits damals zeichnete sich jedoch ab, dass Lunghi von einer schweren Bestrafung verschont bleibe. In seinem Bericht sprach sich der "Commissaire à la discipline" für drei mögliche Sanktionen aus: eine Verwarnung, eine Ermahnung oder eine Geldstrafe, die bis zu einem Fünftel von Lunghis Bruttogehalts ausmachen hätte können. Zurückbehalten wurde nun die harmloseste von den drei möglichen Sanktionen.

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