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Bundestagswahl: Luxemburger Politiker entsetzt über AfD-Resultat
Politik 24.09.2017 Aus unserem online-Archiv

Bundestagswahl: Luxemburger Politiker entsetzt über AfD-Resultat

Bundestagswahl: Luxemburger Politiker entsetzt über AfD-Resultat

AFP
Politik 24.09.2017 Aus unserem online-Archiv

Bundestagswahl: Luxemburger Politiker entsetzt über AfD-Resultat

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Glückwünsche an die jeweiligen Schwesterparteien, Entsetzen über die prognostizierten 13 Prozent der rechtsextremen AfD. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wählte drastische Worte.

(las/dpa) - Außenminister Jean Asselborn hat sich entsetzt über das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl gezeigt. „70 Jahre nach Kriegsende sitzen wieder Neonazis im Bundestag“, sagte Asselborn Sonntagabend.

In vielen europäischen Staaten hätten Rechte in der jüngeren Vergangenheit wieder Fuß gefasst. „Wenn es in Deutschland passiert, ruft es wegen der Geschichte aber besonders Angst hervor.“ Asselborn forderte: „Alle demokratischen Parteien in Deutschland müssen nun zusammenstehen, egal ob sie in der Regierung oder der Opposition sind.“

Die Bundestagswahl wird am Wahlsonntag auch in Luxemburg rege auf Twitter diskutiert. Besonders das Resultat der rechten AfD trifft auf Unverständnis und Bedauern, über die Parteigrenzen hinweg:

Doch auch Glückwünsche an die Schwesterparteien sind den Luxemburger Politikern wichtig. So gratuliert Premierminister Bettel der FDP. Ihr Ergebnis sei gut für Europa.

Der LSAP-Fraktionschef Alex Bodry stimmt der Entscheidung der SPD zu, in die Opposition zu gehen:

Die Luxemburger Grünen freut das Ergebnis ihrer deutschen Freunde. Die Grünen haben leicht zugewonnen, trotz „schwieriger Bedingungen“, wie etwa Christian Kmiotek, Präsident von déi gréng, betont.



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