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Britischer Premierministerin May droht neue Revolte ihrer Partei
Politik 23.04.2019

Britischer Premierministerin May droht neue Revolte ihrer Partei

Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, kommt zu einem Gottesdienst am Ostersonntag in der Nähe ihres Wahlkreises Maidenhead.

Britischer Premierministerin May droht neue Revolte ihrer Partei

Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, kommt zu einem Gottesdienst am Ostersonntag in der Nähe ihres Wahlkreises Maidenhead.
Foto: Steve Parsons/PA Wire/dpa
Politik 23.04.2019

Britischer Premierministerin May droht neue Revolte ihrer Partei

Trotz ständiger Anfechtungen steht Premierministerin May weiterhin an der Spitze ihrer Partei - und des Landes. Doch wie lange noch?

(dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May muss sich möglicherweise früher als erwartet einem neuen Misstrauensvotum in ihrer Partei stellen. Das berichtete der britische „Telegraph“ am Dienstag. Demnach könnte May am 12. Juni aus dem Amt gezwungen werden, sollte sie nicht bald ein Datum für ihren Rücktritt benennen.


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Eigentlich kann laut den Regeln der Konservativen Partei bis Ende des Jahres kein neuer Misstrauensantrag gegen May eingebracht werden, nachdem ein erster Versuch im vergangenen Dezember gescheitert war. Doch das zuständige Parteikomitee sei entschlossen, die Regeln notfalls zu ändern, so der Bericht.

Das sogenannte 1922-Committee sollte demnach noch am Dienstagabend zusammentreten. Ein Misstrauensvotum könnte dann möglicherweise bereits Mitte Juni stattfinden.

Die britische Premierministerin wird am Dienstagmittag die Gespräche mit Oppositionsführer Jeremy Corbyn wieder aufnehmen.
Die britische Premierministerin wird am Dienstagmittag die Gespräche mit Oppositionsführer Jeremy Corbyn wieder aufnehmen.
Foto: AFP

May leitete am Vormittag die erste Kabinettssitzung in London nach den Osterferien. Sie steht unter Druck, ihr Brexit-Abkommen noch vor der Wahl zum Europaparlament vom 23. bis 26. Mai ein weiteres Mal zur Abstimmung zu stellen und so eine Teilnahme Großbritanniens an der Wahl zu vermeiden.

Bereits drei Mal hatten die Abgeordneten den Deal bereits abgelehnt. Der EU-Austritt wurde inzwischen auf den 31. Oktober verschoben.

Am Dienstagnachmittag sollten auch die Gespräche mit der Labour-Opposition über einen Ausweg aus der Sackgasse wieder aufgenommen werden. Die Chancen auf einen Durchbruch gelten jedoch als gering.


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