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Boykott der "Premièresexamen" eher unwahrscheinlich
Politik 26.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Minister trifft Lehrergewerkschaften

Boykott der "Premièresexamen" eher unwahrscheinlich

Nach dem Treffen zwischen dem Minister und Apess-Vertretern ist ein Boykott der Lehrer bei den Abschlussexamen vorerst vom Tisch.
Minister trifft Lehrergewerkschaften

Boykott der "Premièresexamen" eher unwahrscheinlich

Nach dem Treffen zwischen dem Minister und Apess-Vertretern ist ein Boykott der Lehrer bei den Abschlussexamen vorerst vom Tisch.
Gerry Huberty
Politik 26.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Minister trifft Lehrergewerkschaften

Boykott der "Premièresexamen" eher unwahrscheinlich

Am Mittwoch trafen sich die Apess, der SEW und die Feduse mit Erziehungsminister Claude Meisch. Der angekündigte Boykott der Abschlussexamen scheint vorerst wieder vom Tisch zu sein.

(mig/TJ) - Die Regierung hatte im Rahmen der Sparmaßnahmen angekündigt, Lehrer von Abschlussklassen, die während der Examenszeit keinen regulären Unterricht abhalten, nur noch für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden zu entlohnen. Daraufhin hatten 24 Lehrerkomitees die Lehrerschaft dazu aufgerufen, aus den Examenskommissionen auszutreten bzw. ihre Nominierung abzulehnen. Somit wäre ein korrektes Abhalten der Abschlussexamen unmöglich geworden.

Am Mittwoch traf der Minister mit den Gewerkschaften Féduse, SEW und Apess zusammen. Der Bildungsminister hat den Gewerkschaftsvertretern einige "akzeptable" Vorschläge gemacht. Der angekündigte Boykott der Abschlussexamen scheint damit einstweilen vom Tisch. Allerdings muss die Basis der Gewerkschaften sich noch damit einverstanden erklären.

Wie das Erziehungsministerium in einem Schreiben mitteilt, sollen die nach den Examen nicht mehr geleisteten Unterrichtsstunden ab dem Schuljahr 2015-2016 tatsächlich nicht mehr bezahlt werden. Im Gegenzug sollen die Entschädigungen für Korrekturarbeiten angepasst werden. So erhält ein Lehrer je nach Art der Prüfung zwischen 15 und 26,30 Euro pro Kopie, was einem Stundenlohn von 43 bis 54 Euro entspricht. Zudem wird die Vorbereitungszeit für die mündlichen Prüfungen in die Wochenarbeitszeit integriert. Als Basis wird eine Stunde pro Schüler und Schuljahr angegeben.

Die Apess kommt in einem Schreiben ebenfalls auf das Treffen zurück.


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