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Boykott-Aufruf der Gewerkschaften
Politik 12.01.2015 Aus unserem online-Archiv
Abschlussexamen

Boykott-Aufruf der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften halten den Druck auf Bildungsminister Claude Meisch weiter aufrecht.
Abschlussexamen

Boykott-Aufruf der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften halten den Druck auf Bildungsminister Claude Meisch weiter aufrecht.
Foto: Guy Jallay
Politik 12.01.2015 Aus unserem online-Archiv
Abschlussexamen

Boykott-Aufruf der Gewerkschaften

In den Lyzeen werden demnächst die Abschlussexamen vorbereitet. Die Gewerkschaften rufen die Lehrer dazu auf, die Sitzungen zu boykottieren.

(ml) - Vergangene Woche teilte Bildungsminister Claude Meisch (DP) den Schuldirektoren des Landes schriftlich mit, dass er die Kündigungen der Lycées-Lehrer aus den Examenskommissionen nicht annehme. Das Abhalten der Examen dürfe nicht in Frage gestellt werden, hieß es.

Die Lehrer sind nicht bereit, über Sparmaßnahmen im Bildungswesen zu diskutieren. Sie sind fest dazu entschlossen, ihre sozialen Errungenschaften zu verteidigen. Nun hat sich die Intersyndicale, in der Apess, Féduse und SEW vereint sind, zum ersten Mal direkt in den Konflikt eingeschaltet. Die Lehrer, die einer Examenskommission angehören, werden in einem Brief von den Gewerkschaften aufgefordert, die anstehenden Vorbereitungssitzungen zu boykottieren. Auf diese Weise soll der Druck auf den Minister aufrecht erhalten werden.

Die Lehrer erhalten von der Intersyndicale klare Anweisungen wie sie sich verhalten sollen. Ihnen wird geraten, pünktlich zur Vorberatung zu erscheinen, ohne jedoch den Saal zu betreten. Auch wenn der Kommissar erscheint, sollen sie einige Minuten draußen vor der Tür bleiben und sich ruhig verhalten. Anschließend soll der Vertreter einer Gewerkschaft oder eines Lehrerkomitees eine vorgefertigte Mitteilung vorlesen. Danach sollen die Mitglieder der jeweiligen Examenskommission den Text vortragen.

Keine illegale Aktion

Die gewerkschaftliche Plattform weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass die Aktion völlig legal seien. Sollten noch Fragen offen stehen, wird den betroffenen Lehrern geraten, sich an die Gewerkschaften zu wenden. Minister Meisch schlug bekanntlich u.a. vor, dass künftig während der Examenszeit nur noch tatsächlich geleistete Arbeitsstunden bezahlt werden. Die Lehrer lehnen dies ab. Beide Seiten wollen nun vor dem Schlichter eine Lösung finden. Es bleibt abzuwarten, ob der neuste Schritt der Lehrergewerkschaften mitten in einem Schlichtungsverfahren tatsächlich rechtens ist.


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