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Blockierte Frührente
Politik 19.05.2020

Blockierte Frührente

Die Frühverrentung im Gesundheitsbereich wurde vorläufig auf Eis gelegt.

Blockierte Frührente

Die Frühverrentung im Gesundheitsbereich wurde vorläufig auf Eis gelegt.
Foto: Shutterstock
Politik 19.05.2020

Blockierte Frührente

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Wegen der Corona-Krise wurden im Gesundheitssektor Frührenten vorläufig verweigert. Laut OGBL wolle man jetzt Klarheit in dieser Frage und gewisse Garantien.

Bei der Handhabung der Frührente, der sogenannten Préretraite solidarité, bleiben eine Reihe von ungeklärten Fragen. Das in den meisten Branchen bereits wieder abgeschaffene Instrument gilt weiterhin im Gesundheitssektor, dies parallel zur Laufzeit der Kollektivverträge. Momentan gelten diese Bestimmungen noch im CHL. Der Kollektivvertrag läuft dort im Juni aus, die Bestimmungen bleiben allerdings bis zu zwölf weiteren Monaten in Kraft, es sei denn, ein neuer Kollektivvertrag wäre ausgehandelt worden.


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Mit den Sonderregelungen wegen der Corona-Krise wurden nun aber eine Reihe von Frührenten seitens des Arbeitsministeriums trotz vorheriger Genehmigung wieder rückgängig gemacht und vorläufig ausgesetzt. So berichtet ein 57 Jahre alter Krankenpfleger aus dem CHL, dass er eigentlich ab Juni das Anrecht auf eine Préretraite hätte. Nun sei ihm aber mitgeteilt worden, dass diese Entscheidung vorerst keine Gültigkeit mehr habe. Um welche Zeitspanne sich das Anrecht auf Pensionierung nun verlängere, wurde dem Betroffenen nicht mitgeteilt. Dabei sei seine Station nicht einmal personalmäßig eng besetzt und im Notfall wäre der Betroffene auch bereit gewesen, sich wegen  der Corona-Krise weiter zu engagieren.

Laut Pitt Bach vom Syndicat santé des OGBL bestehe hier in der Tat Klärungsbedarf. "Während der Corona-Krise wurde beschlossen, jegliches Personal erst einmal vertraglich weiter zu binden, da man nicht wusste, wie sich die Situation entwickeln würde.Das war ja auch verständlich.  Wir wollen aber Garantien vom Arbeitsministerium, dass das Recht auf Préretraite für diese Betroffen weiterhin bestehen bleibt." Die Gewerkschaft hat jetzt per Brief um Klärung im Arbeitsministerium gebeten.                        

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