Blanche Weber

„Rifkin alleine kann kein Maßstab sein”

Méco-Präsidentin Blanche Weber setzt sich kritisch mit dem Rifkin-Prozess auseinander.
Méco-Präsidentin Blanche Weber setzt sich kritisch mit dem Rifkin-Prozess auseinander.
Foto: Chris Karaba

(LW) - Der Mouvement Écologique hat die aktuelle Nachhaltigkeitspolitik der Regierung kritisiert. Die Umweltschutzorganisation setzt sich dabei vor allem mit dem Rifkin-Prozess auseinander. „Rifkin alleine kann kein Maßstab sein. Wir können uns nicht hinter Rifkinkonformität verstecken”, so Präsidentin Blanche Weber. Sie beanstandet ferner, dass die Regierung „Rifkin” als Chiffre für Nachhaltigkeit vermarktet und dabei die eigentlichen Fragen des Umweltschutzes umgehen würden.

Die Rifkin-Debatte überlagere somit die wesentliche Debatte über Umwelt- und Klimaschutz und würde sie in Teilen sogar konterkarieren. „Der Rifkin-Prozess limitiert nicht die Belastung des Umweltraumes, er gibt auch keine Maßstäbe für eine Besteuerung vor. In der Wachstumsfrage ist es die Umwelt, die uns Grenzen aufzeichnet. Wir müssen diese ökologischen Rahmenbedingungen akzeptieren.

Einen kritischen Blick wirft der Méco auch auf die aktuellen Wirtschaftsprojekte Joghurt- und Steinwollefabrik sowie das geplante Google-Datazenter. Es sind  Projekte, die bereits in den vergangenen Wochen zu Unstimmigkeiten innerhalb der Regierung führten. „Luxemburg kann aufgrund seiner geringen Fläche kein Global Player sein. Wir sollten uns eher auf kleinere und mittlere Akteure vor Ort konzentrieren”, so Weber.

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