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"Sparmaßnahmen sind ein Märchen"
Politik 16.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Bildungswesen

"Sparmaßnahmen sind ein Märchen"

Die ACEN lehnt eine zusätzliche Arbeitsbelastung der Lehrbeauftragten ab.
Bildungswesen

"Sparmaßnahmen sind ein Märchen"

Die ACEN lehnt eine zusätzliche Arbeitsbelastung der Lehrbeauftragten ab.
Foto: Gerry Huberty
Politik 16.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Bildungswesen

"Sparmaßnahmen sind ein Märchen"

Die "Association des Chargés de l'Enseignement National" ist enttäuscht über die Art und Weise wie der Dialog im Bildungswesen in eine Sackgasse manövriert wurde. Eine sachliche Debatte sei derzeit kaum möglich.

(ml) - Die "Association des Chargés de l'Enseignement National" (ACEN) ist verärgert über den Konflikt zwischen dem Bildungsministerium und den Lehrergewerkschaften. Die Art und Weise, wie der Dialog und die Kommunikation "durch Polemik und öffentlichen Streit in eine Sackgasse gesteuert wurden", sei enttäuschend.

Derzeit gibt es in Luxemburg rund 1200 Lehrbeauftragte, heißt es in dem Presseschreiben der Acen. Sie gewährleisten rund ein Drittel des Gesamtunterrichts. In manchen Schulen entfallen 60 Prozent der Unterrichtsstunden auf die "Chargés". Obwohl die Lehrbeauftragten mehr Unterrichtsstunden absolvieren müssen als die anderen Lehrer, würden sie nicht die gleichen Privilegien (z. B. Altersdécharge)  genießen wie die Staatsbeamten.

Seit Jahren spare der Staat im Unterrichtswesen zu Lasten der Lehrbeauftragten, die bei gleichem Diplom für die Hälfte des Stundenlohn eingesetzt werden können. Dass im Bildungswesen gespart werden müsse, sei ein "Märchen". Als "makaber" bezeichnet die Acen die Tatsache, dass die Situation, in der sich die "Chargés" befinden, während der Schlichtung überhaupt nicht erwähnt worden sei. 

Nach wie vor verschließe man die Augen vor der Realität in den Schulen, betont die ACEN. Derzeit sei eine sachliche Debatte kaum möglich, da die gegenseitigen Vorwürfe im Vordergrund stehen würden. Die Vereinigung stellt klar, dass sie eine zusätzliche Arbeitsbelastung der Lehrbeauftragten ablehnt. Die "Tâche" sei bereits jetzt aufgrund von ungerechten und unlogischen Arbeitsbedingungen zu hoch.



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