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Bildungsminister bestätigt: Luxemburg soll Zentrum für politische Bildung erhalten
Politik 23.04.2015

Bildungsminister bestätigt: Luxemburg soll Zentrum für politische Bildung erhalten

"Der politische Wille ist vorhanden", sagt Minister Claude Meisch zu den Plänen eines eigenen Zentrums für politische Bildung.

Bildungsminister bestätigt: Luxemburg soll Zentrum für politische Bildung erhalten

"Der politische Wille ist vorhanden", sagt Minister Claude Meisch zu den Plänen eines eigenen Zentrums für politische Bildung.
Foto: Guy Jallay
Politik 23.04.2015

Bildungsminister bestätigt: Luxemburg soll Zentrum für politische Bildung erhalten

Das Bildungsministerium arbeitet am Konzept eines Zentrums für politische Bildung. Damit soll in Luxemburg eine Lücke geschlossen werden, indem die unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteure besser koordiniert und mit mehr Ressourcen ausgestattet werden sollen.

(CBu) - Luxemburg soll in naher Zukunft sein eigenes Zentrum für politische Bildung erhalten. Dies bestätigte Bildungsminister Claude Meisch (DP) auf Nachfrage des "Luxemburger Wort". Meisch hatte die Idee bereits am Donnerstagmorgen auf dem "Zukunftsdësch Politesch Bildung" im Lënster Lycée in Junglinster ins Spiel gebracht.

An dem "Zukunftstisch" nahmen diverse Akteure der Jugendbildung und sonstige Organisationen aus der Zivilgesellschaft Teil. In Form von Vorträgen von Experten und fachlichen Ateliers tauschte man sich hier über den aktuellen Stand und die Perspektiven der politischen Bildung in Luxemburg aus. Viele Teilnehmer waren sich einig in der Forderung nach einer zentralen Struktur, die die Aufklärung und Förderung der Teilhabe in politischen Fragen zum Ziel haben müsse.

Bessere Koordination, mehr Ressourcen

Die Idee eines eigenen Zentrums für politische Bildung trage sowohl dem gesellschaftlichen Bedarf als auch den politischen Prioritäten seines Ministeriums Rechnung, sagt Meisch. Er spricht von einem "Referenzzentrum", das alle Akteure versammeln sowie die nötigen finanziellen und organisatorischen Ressourcen bereitstellen soll. Dabei orientiere man sich unter anderem, aber "nicht eins zu eins", am deutschen Modell der "Bundeszentrale für politische Bildung", so der Bildungsminister.

Es gehe wie in anderen politischen Bereichen seines Ressorts um einen ganzheitlichen Ansatz, so Meisch weiter. "Vom Kindergarten über die Grundschule und die Lyzeen bis zur Universität" soll demnach die politische Bildung verstärkt werden. Dabei hätten nicht nur die Schulen und staatlichen Einrichtungen eine Verantwortung, sondern ausdrücklich auch die Akteure der Zivilgesellschaft, die sich mit den gleichen Fragen beschäftigen.

Projekt noch in der Planungsphase

Die konkreten Planungen seien aber noch nicht so weit vorangeschritten, so dass man auch weitere Vorschläge und Forderungen der in diesem Bereich erfahrenen Akteure noch berücksichtigen werde, betont Meisch. Unter anderem zu diesem Zweck war der Minister auch in Junglinster vor Ort - einmal um die Veranstaltung gemeinsam mit Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo zu eröffnen und ein weiteres Mal, um sich über die Ergebnisse des "Zukunftstisches" zu informieren.

Auf einen genauen Zeitplan will sich der Minister allerdings noch nicht festlegen. Bisher befinde man sich immer noch in der Planungsphase. Man wolle in diesem Dossier aber "zügig vorankommen". "Der politische Wille ist vorhanden", so Meisch.


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