Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Beschäftigung und Bildung: Bessere Orientierung, bessere Berufschancen
Politik 26.02.2015 Aus unserem online-Archiv

Beschäftigung und Bildung: Bessere Orientierung, bessere Berufschancen

Jeder soll die Ausbildung oder Weiterbildung machen, die zu ihm passt. In der Maison de l'orientation bekommt jeder die Hilfe und Information, die er braucht.

Beschäftigung und Bildung: Bessere Orientierung, bessere Berufschancen

Jeder soll die Ausbildung oder Weiterbildung machen, die zu ihm passt. In der Maison de l'orientation bekommt jeder die Hilfe und Information, die er braucht.
Foto: Gerry Huberty
Politik 26.02.2015 Aus unserem online-Archiv

Beschäftigung und Bildung: Bessere Orientierung, bessere Berufschancen

Die Regierung will mit einem neuen Rahmengesetz die schulische und berufliche Orientierung von jungen und weniger jungen Menschen verbessern. Die Ressortminister Meisch und Schmit stellten ihre Ziele am Donnerstag vor.

(mig) - Die Regierung will mit einem neuen Rahmengesetz die schulische und berufliche Orientierung von jungen und weniger jungen Menschen verbessern.

Das Gesetz verfolgt ein übergeordnetes Ziel: eine bessere schulische und berufliche Orientierung für Schüler, aber auch für Menschen, die sich im Laufe ihrer beruflichen Karriere neu orientieren wollen oder müssen. Damit will die Regierung schulischen und beruflichen Misserfolgen vorbeugen.

Vieles soll verbessert werden, angefangen bei der Funktionsweise der Maison de l'orientation. Sie vereint eine Vielzahl von Akteuren, die bei der Orientierung eine wichtige Rolle spielen, z.B. der Service national de la jeunesse (SNJ), die Action locale pour jeunes (ALJ) oder auch die Arbeitsagentur Adem, um nur einige zu nennen.

Aus dem Nebeneinander unter einem Dach soll ein Miteinander werden. Das "Orientierungshaus" bekommt zu diesem Zweck eine Koordinationsabteilung, die von einem Direktor geleitet wird. Die Strukturen werden professionalisiert, gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht. Die Organisationen werden enger miteinander vernetzt, weitere Akteure z.B. aus der Wirtschaft eingebunden, um die Begleitung und Beratung zu optimieren.

Arbeitsminister Nicolas Schmit zufolge kann so die Zahl derer, die sich aufgrund einer mangelhaften Orientierung in einem verkehrten Job oder sich infolge einer Kündigung planlos in der Arbeitslosigkeit wiederfinden, reduziert werden.

Neu ist auch die Gründung eines nationalen Rates, das so genannte "Forum orientation", das für die Umsetzung der nationalen Strategie verantwortlich sein wird. 

Orientierungsprozedur in Sekundarschulen

Ab der Rentrée 2017, so will es das neue Gesetz, muss sich jede Sekundarschule eine Orientierungsprozedur geben, um Schüler bei der Wahl einer Fachrichtung oder einer Berufsausbildung bestmöglich zu begleiten. Jede Schule ist frei, sich die Prozedur zu geben, die sie braucht, um optimal auf die Bedürfnisse der Schüler einzugehen.

Das Ministerium hat ein Pilotprojekt gestartet und begleitet sechs Schulen bei der Ausarbeitung einer solchen Orientierungsprozedur. Sie werden zur Rentrée 2016 testweise umgesetzt. Ab 2017 ist die Prozedur dann in jeder Schule Pflicht. Die Qualitätskontrolle (Werden die Ziele erreicht?) erfolgt intern durch die Schulen selbst, und extern durch das Bildungsministerium.

Mehr Informationen auf  www.maison-orientation.lu