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Beruf des Osteopathen wird gesetzlich geregelt
Politik 12.12.2017 Aus unserem online-Archiv
In guten Händen

Beruf des Osteopathen wird gesetzlich geregelt

43 Prozent der Einwohner haben bereits einen Osteopathen aufgesucht, so eine rezente Umfrage des Fachverbands ALDO.
In guten Händen

Beruf des Osteopathen wird gesetzlich geregelt

43 Prozent der Einwohner haben bereits einen Osteopathen aufgesucht, so eine rezente Umfrage des Fachverbands ALDO.
Foto: Shutterstock
Politik 12.12.2017 Aus unserem online-Archiv
In guten Händen

Beruf des Osteopathen wird gesetzlich geregelt

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Der Beruf des Osteopathen bekommt eine legale Basis. Das fördert die Qualität der Behandlungen und gibt den Patienten mehr Sicherheit. Auf eine gesetzliche Anerkennung hat der Fachverband ALDO lange gewartet.

(BB) - Die Regierung will den Berufstitel des Osteopathen schützen und knüpft die Ausübung an ein entsprechendes Master-Diplom. „Wir wollen das Wohl der Patienten sichern,“ sagte Ministerin Lydia Mutsch bei der Präsentation der neuen Verordnung.

Immer mehr Menschen würden für Rückenschmerzen und Verspannungen einen Osteopathen aufsuchen. Dieser „Realität“ werde mit einem geregelten Rahmen Rechnung getragen.

Die Therapeuten setzen sich seit 15 Jahren für eine Anerkennung ein. „Es herrschte viel Unwissen über die Disziplin, was schnell zu Misstrauen führen kann. Gesetzlich verankerte Regeln sind für uns wichtig, weil sie das Vertrauen fördern“, erzählt Jean Bofferding, Präsident der hiesigen Fachvereinigung ALDO.

Bereits unter dem ehemaligen Minister Mars Di Bartolomeo sollte vor zehn Jahren ein entsprechender Rahmen gesteckt werden. Vertreter der klassischen Medizin hatten allerdings auf Verschreibungen eines Arztes gedrängt, und außerdem fehlten damals europäische Normen über die Ausbildung. Das Projekt verlief im Sande. 

Rund 60 Osteopathen verteidigen ihren Berufsstand

Seitdem hat sich auf internationaler Ebene und in den Mentalitäten einiges geändert. 43 Prozent der Einwohner hätten bereits einen Osteopathen aufgesucht, hat die ALDO in einer Umfrage erfasst. Der Fachverband zählt rund 60 Osteopathen in seinen Reihen.

Wer den Berufstitel tragen will, verpflichtet sich laut Neuregelung, jährlich an 40 Stunden Weiterbildungskursen teilzunehmen. Aktuelle Berufsvertreter ohne Master-Diplom müssen eine Berufszulassung für einen Gesundheitsberuf sowie zehn Jahre Berufserfahrung in Osteopathie nachweisen. Das Ministerium sieht eine Übergangsphase von sechs Monaten vor.

Ist die Neuregelung die Kraft, werden der Fachverband Aldo und die CNS eine Nomenklatur aushandeln. So soll die Sprechstunden und Behandlungen der Osteopathen von der Krankenkasse übernommen werden. Für die Patienten bedeutet das, dass ein Teil ihrer Rechnungen von der CNS übernommen wird.


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