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Benoît Holzem: "Wir behandeln keine Akten, wir behandeln Menschen"
Politik 22.11.2019

Benoît Holzem: "Wir behandeln keine Akten, wir behandeln Menschen"

Benoît Holzem, der Generaldirektor der Stiftung "Hëllef Doheem".

Benoît Holzem: "Wir behandeln keine Akten, wir behandeln Menschen"

Benoît Holzem, der Generaldirektor der Stiftung "Hëllef Doheem".
Foto: Steve Eastwood
Politik 22.11.2019

Benoît Holzem: "Wir behandeln keine Akten, wir behandeln Menschen"

Als wichtigste Projekte für die Zukunft sieht Benoît Holzem die Einführung einer Nachtpräsenz und ein neues, flexibles Ersatzteam, das die bestehende Belegschaft entlasten könnte.

(SC) - Die Stiftung "Hëllef Doheem" feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. Auch wenn Generaldirektor Benoît Holzem die Organisation generell auf dem richtigen Weg sieht, so gebe es doch einige Bereiche, in denen man sich noch ausbauen könnte, so der Generaldirektor am Freitagmorgen im RTL-Interview. Dazu gehöre unter anderem die Nachtpräsenz. Auch müsse mehr Personal eingestellt werden, um die bestehende Belegschaft zu entlasten.

Neue, qualifizierte Leute zu finden sei zwar momentan noch kein Problem, allerdings würde die Sprachsituation in Luxemburg die Suche erschweren. Rund 50 Prozent der Pfleger von "Hëllef Doheem" kämen aus dem Grenzgebiet und müssten häufig ihre Sprachkenntnisse aufbessern, um die nötigen Voraussetzungen zu erfüllen, so Benoît Holzem.


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Um die "Work-Life-balance" der Angestellten zu verbessern, sei es außerdem wichtig, die aktuelle Belegschaft zu entlasten. Jeder Pfleger betreue zwischen 20 und 30 Kunden - was beispielsweise bei einem plötzlichen Krankheitsfall zu Problemen führen kann. Die Präsenz eines Ersatzteams sieht der Generaldirektor von "Hëllef Doheem" in Zukunft als unabdinglich.

Um dieses Vorhaben in die Realität umzusetzen, habe "Hëllef Doheem" dem Sozialminister Romain Schneider am Donnerstag einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Die Organisation habe beim Minister ein offenes Ohr gefunden, so Holzem im RTL-Interview.

Ein weiteres Anliegen der Organisation ist die Einführung einer möglichst flächendeckenden Nachtpräsenz. Durch eine Reform seien zwar Nachtwachen eingeführt worden, allerdings gelten diese nur bei besonders hilfsbedürftigen Patienten. 

Auch über dieses Vorhaben wurde Sozialminister Schneider informiert. Vor einer Debatte werde er jedoch noch die Ergebnisse eines aktuell laufenden Pilotprojektes dazu abwarten.


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