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Becca-Urteil kommt am 4. März
Politik 21.01.2021

Becca-Urteil kommt am 4. März

Der Prozess gegen Flavio Becca fand vor der 12. Strafkammer des hauptstädtischen Bezirksgerichts statt.

Becca-Urteil kommt am 4. März

Der Prozess gegen Flavio Becca fand vor der 12. Strafkammer des hauptstädtischen Bezirksgerichts statt.
Foto: Chris Karaba
Politik 21.01.2021

Becca-Urteil kommt am 4. März

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Im Uhrenprozess gegen Baupromotor Flavio Becca fällt das Urteil am 4. März. Am letzten Verhandlungstag hatte am Donnerstag noch einmal die Verteidigung das Wort.

Am 4. März wird das Urteil im Uhrenprozess gegen Flavio Becca fallen. Dies teilte der Richter am letzten von insgesamt sechs Verhandlungstagen mit. Dem 58-jährigen Bauunternehmer werden Veruntreuung von Firmengeldern sowie Geldwäsche vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 42 Monate Haft, eine Geldstrafe von 250.000 Euro sowie die Konfiszierung von 324 Luxusuhren. Die Gefängnisstrafe könnte jedoch zur Bewährung ausgesetzt werden. Insgesamt geht es im Prozess um den Erwerb von 842 Luxusuhren im Wert von rund 18 Millionen Euro und die Frage aus welchem Grund und von wem diese gekauft wurden. 

Am Donnerstag war es noch einmal an Beccas Hauptverteidiger, Me Temime, auf die Ausführungen von Staatsanwalt Guy Breistroff vom Vortag zu reagieren. „Herr Becca hat sich in den teilweise sehr heftigen Ausführungen des Staatsanwalts überhaupt nicht wiedererkannt“, so der Verteidiger, der noch einmal Beccas beruflichen Erfolg unterstrich. 

Transparenz statt Verschleierung

Für Me Temime steht fest, dass durch den Kauf der Uhren niemand zu Schaden gekommen sei und sein Mandant niemanden bestohlen habe. Becca habe Schulden bei der Firma Promobe Finance Hongkong, die er auch begleichen werde. Bei dieser Gesellschaft handele es sich denn auch nicht um einen „Mülleimer für Schulden der Beccas“, wie es der Staatsanwalt ausgedrückt hatte. 

Auch von Verschleierung könne keine Rede sein, da der Kauf der Uhren transparent dokumentiert sei, was sogar einer der beiden Zeugen ausgesagt habe. Me Temime ließ ebenfalls nicht gelten, dass die Firmen durch den Kauf der Uhren einem besonders hohen Risiko ausgesetzt gewesen seien, selbst wenn es sich dabei nicht um deren Kerngeschäft handele. 


Lok , PK Flavio Becca und Michel Knepper , Ban de Gasperich , Quartier Cloche d`Or , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Uhrenprozess: 42 Monate Haft für Becca gefordert
Die Staatsanwaltschaft fordert neben einer Gefängnisstrafe von 42 Monaten, mit möglicher Bewährung, eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro und die Konfiszierung von 324 Luxusuhren.

Nicht nachvollziehen konnte er den Vorwurf von Me Grasso, dem Vertreter der Zivilpartei Ikodomos, einer Gesellschaft von Beccas früherem Geschäftspartner Eric Lux, dass einige von Beccas Firmen die erworbenen Uhren lediglich zum Einkaufspreis an Promobe Finance SPF weiterverkauft hatten, anstatt durch die Transaktion einen Gewinn zu erzielen. Da alle Gesellschaften zu einer Firmengruppe gehörten, sei dies völlig normal. 

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