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Bausch empfiehlt Tanson als nationale Spitzenkandidatin
Politik 2 Min. 23.01.2023
Legislaturwahlen 2023

Bausch empfiehlt Tanson als nationale Spitzenkandidatin

Bausch strebt keinen Posten in der nächsten Regierung an.
Legislaturwahlen 2023

Bausch empfiehlt Tanson als nationale Spitzenkandidatin

Bausch strebt keinen Posten in der nächsten Regierung an.
Foto: Chris Karaba
Politik 2 Min. 23.01.2023
Legislaturwahlen 2023

Bausch empfiehlt Tanson als nationale Spitzenkandidatin

Der Vize-Premier will in der nächsten Regierung keinen Posten mehr und rät seiner Partei zum Umdenken bei der Wahlkampfstrategie.

(TJ/FJ) - Der grüne Vize-Premier und Mobilitätsminister François Bausch wird bei den Parlamentswahlen kandidieren, auch wenn er kein weiteres Ministermandat anstrebt. Das sagte der Politiker am Montagmorgen auf RTL Radio. Den unterschwelligen Vorwurf, er gehe somit nur auf „Stimmenfang“, wies er zurück. Vielmehr helfe er seiner Partei auf diese Weise beim Generationswechsel. 

Bausch will sich dennoch nicht ganz aus dem politischen Geschäft zurückziehen: Werde er gewählt, nehme er sein Mandat (als Abgeordneter) an, so der 66-Jährige weiter. Als Spitzenkandidat auf nationaler Ebene schlägt er seiner Partei die aktuelle Justizministerin Sam Tanson vor. 

Für Tanson, die aus dem letzten Politmonitor als populärste Grünen-Politikerin hervorgegangen war, dürfte es wohl eher beim bewährten Modell mit je zwei Spitzenkandidaturen pro Wahlbezirk bleiben. Sie hat vor Kurzem auf Radio 100,7 die Idee einer Spitzenkandidatur als unwahrscheinlich zurückgewiesen. Eine solche werde parteiintern zwar seit einiger Zeit diskutiert, allerdings ist sie in den Statuten von Déi Gréng nicht vorgesehen. Tanson geht nicht davon aus, dass man vor den Wahlen noch eine Änderung der Satzungen vornehme. 

Ich stehe natürlich für alles zur Verfügung, was sich die Parteiführung mit mir hinsichtlich der Wahlen vorstellen kann.

Sam Tanson, Déi Gréng

Bausch ist sich dieser Tatsache bewusst, dennoch will er der Partei die Idee einer nationalen Spitzenkandidatur in den kommenden Wochen ans Herz legen. Es sei aufgrund der Tatsache, dass Déi Gréng mittlerweile in einer Liga mit den „großen Parteien“ spiele, an der Zeit, umzudenken, so der Minister. Die Idee von zwei Spitzenkandidaten pro Bezirk stellt er nicht infrage, hier wünscht er sich eine paritätische Besetzung. 

Sam Tanson (Bild) als Spitzenkandidatin von Déi Gréng? Das wünscht sich Parteikollege Bausch für das Superwahljahr.
Sam Tanson (Bild) als Spitzenkandidatin von Déi Gréng? Das wünscht sich Parteikollege Bausch für das Superwahljahr.
Foto: Gerry Huberty

Tanson reagiert auf mögliche Spitzenkandidatur

Kultur- und Justizministerin Sam Tanson kommentierte die Aussagen ihres Parteikollegen nach ihrem Besuch in der Budget- und Finanzkontrollkommission im Zuge der Causa Film Fund am Montagnachmittag. 

Nicht François Bausch, sondern Parteispitze und -kongress würden Entscheidungen hinsichtlich der Aufstellung von Déi Gréng treffen, betonte Sam Tanson gegenüber den Medienvertretern. Die Ministerin sei aber weiterhin offen hinsichtlich ihrer Rolle bei Déi Gréng im Zuge des Superwahljahres. „Ich stehe natürlich für alles zur Verfügung, was sich die Parteiführung mit mir hinsichtlich der Wahlen vorstellen kann.“

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