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Bauern fordern Krisengipfel mit Premier Bettel
Politik 23.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Preisverfall in der Landwirtschaft

Bauern fordern Krisengipfel mit Premier Bettel

Die Bauern fordern weitere Hilfsmaßnahmen, um den Preisverfall aufzufangen.
Preisverfall in der Landwirtschaft

Bauern fordern Krisengipfel mit Premier Bettel

Die Bauern fordern weitere Hilfsmaßnahmen, um den Preisverfall aufzufangen.
Foto: Guy Jallay
Politik 23.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Preisverfall in der Landwirtschaft

Bauern fordern Krisengipfel mit Premier Bettel

Das Treffen der Bauern mit Landwirtschaftsminister Etgen blieb ohne greifbare Folgen. Jetzt fordern die landwirtschaftlichen Verbände einen Krisengipfel mit Premier Bettel.

(DS) – Am Montag hatten sich die Bauernverbände mit Landwirtschaftsminister Fernand Etgen getroffen, um über Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen den Preisverfall im Agrarsektor zu beraten. Doch die Ergebnisse lassen zu wünschen übrig.

Zu diesem Schluss kamen am Dienstagabend die Vertreter der Bauernzentrale, des „Fräie Lëtzebuerger Baureverband“, der „Baueren Allianz“ sowie der Jugendorganisationen „Lëtzebuerger Baurejugend“ und „Jongbaueren a Jongwënzer“ bei ihrem gemeinsamen Treffen in der Landwirtschaftskammer.

„Wir halten unsere Forderungen an Landwirtschaftsminister Fernand Etgen aufrecht und wir verlangen von Premierminister Xavier Bettel, dass er einen Krisengipfel für die Landwirtschaft einberuft“, erklärte die Direktorin der Bauernzentrale, Josiane Willems, am Mittwoch auf Nachfrage. Details wollen die Verbände im Lauf der kommenden Woche bekanntgeben.

Willems kritisiert, dass die Vorschläge, die Etgen am Montag präsentiert hatte, zu vage sind und dass die angedachten Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen, um die Einkommensverluste der Bauern aufzufangen. Die Verbände gehen von Einbußen in Höhe von 30 bis 35 Prozent aus.

Die 670.000 Euro aus Brüssel seien lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, moniert die BZ-Direktorin. Zu den angekündigten nationalen Hilfsmaßnahmen gibt es im Augenblick noch keine Details. Wie es aus Brüssel heißt, könnten die Nationalstaaten noch einmal maximal 50 Prozent beisteuern. Doch auch diese Summe wird nicht reichen, erklärte Josiane Willems am Mittwoch gegenüber dem Luxemburger Wort. 


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