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Ausländerwahlrecht: "Debatte ist notwendig"
Politik 02.04.2015

Ausländerwahlrecht: "Debatte ist notwendig"

Jean-Claude Reding sieht das Ausländerwahlrecht als Integrationsfaktor.

Ausländerwahlrecht: "Debatte ist notwendig"

Jean-Claude Reding sieht das Ausländerwahlrecht als Integrationsfaktor.
Politik 02.04.2015

Ausländerwahlrecht: "Debatte ist notwendig"

Der Präsident der Salariatskammer, Jean-Claude Reding, kommentierte am Donnerstagmorgen das knappe "Nein" zum Ausländerwahlrecht, so wie es aus dem Politmonitor herauszulesen ist.

(TJ) - Am Mittwoch veröffentlichen "Luxemburger Wort" und RTL die Resultate aus dem aktuellen Politmonitor. Das bevorstehende Referendum stand dabei im Mittelpunkt. Eine der drei Fragen bezog sich auf das Ausländerwahlrecht, das die Regierung einführen will.

Demnach spricht sich bei den befragten Luxemburgern eine knappe Mehrheit von 48 Prozent gegen das Ausländerwahlrecht aus. 44 Prozent sprechen sich für die Vorlage der Regierung für den 7. Juni aus und acht Prozent sind noch unentschieden. Bei den befragten ausländischen Einwohnern sieht die Sache anders aus: 80 Prozent sind hier für das Ausländerwahlrecht. 

Jean-Claude Reding, sieht eine Spaltung der Gesellschaft in Luxemburger und Nicht-Luxemburger. Dass das "Nein" erstmals knapp überwiegt, ist für den ehemaligen OGBL-Präsidenten kein Drama. In anderen Ländern wäre das Resultat wohl noch weitaus negativer ausgefallen, so Reding

Es müsse Überzeugungsarbeit geleistet werden und eine vernünftige Debatte zu dem Thema stattfinden. "Man muss die Menschen überzeugen", so Reding, der die Beteiligung der Nicht-Luxemburger am demokratischen Prozess als "wichtigen Integrationsfaktor" qualifiziert.

Die Salariatskammer spricht sich für das Ausländerwahlrecht aus und Reding selbst hofft auf ein "Ja", und sei es ein knappes.


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