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Aus dem Parlament: Vierte Tram-Erweiterung geplant
Anfang Februar kam die erste Trambahn aus dem spanischen Saragossa in Luxemburg an.

Aus dem Parlament: Vierte Tram-Erweiterung geplant

Foto: Guy Jallay
Anfang Februar kam die erste Trambahn aus dem spanischen Saragossa in Luxemburg an.
Politik 23.03.2017

Aus dem Parlament: Vierte Tram-Erweiterung geplant

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Am Donnerstag informierte Infrastrukturminister François Bausch die Chamber über die Entwicklung des Großprojekts "Tram" und daran angegliederte Projekte. Neben der Erweiterung nach Hollerich, Leudelingen und Mamer ist auch noch ein vierter Ausbau geplant.

(mig) - Beim Großprojekt „Tram“ läuft alles wie am Schnürchen, finanziell und planerisch. Das teilte Infrastrukturminister François Bausch am Donnerstag der Chamber im Rahmen einer von der grünen Fraktion angefragten Aktualitätsstunde mit.

Erstes Teilstück bis zum Glacis

Wie bereits bekannt wird der erste Streckenabschnitt Luxexpo-Rote Brücke samt Standseilbahn und Bahnhof Pfaffenthal am 10. Dezember 2017 in Betrieb genommen. Bausch zeigte sich sogar zuversichtlich, dass bis dahin auch das Teilstück bis zum Glacis in Betrieb genommen werden könnte.

Bis zum Frühjahr 2018 soll der Ausbau bis zur „Stäreplaz“ fertig sein. Ab Herbst 2019 geht es von hier weiter bis zur „Place de Paris“ (Hauptbahnhof). Am Hauptbahnhof selbst ist kein Terminus geplant.

Die nächste Phase sieht den Ausbau bis zur „Gare Howald“ vor. Den entsprechenden Gesetzentwurf will François Bausch im kommenden Juli hinterlegen. Betroffen sind der Ausbau der Strecke Hauptbahnhof-Cloche d'or sowie Luxexpo-Findel. Letzterer wird zu 100 Prozent vom Staat finanziert, genau so wie die Arbeiten, die die Gemeinde Hesperingen betreffen.

Vier Tram-Erweiterungen

Andere große Infrastrukturprojekte, z. B. der Ausbau des Hauptbahnhofs auf sechs Gleise, wurden Bausch zufolge um fünf Jahre vorgezogen. Sie seien im Zusammenhang mit dem Projekt „Tram“ von zentraler Bedeutung. Eine Reihe von „notwendigen Fortsetzungsprojekten“ will Bausch spätestens Anfang 2018 vorstellen.

Bausch hat vier Tram-Erweiterungen in die Plans sectoriels einschreiben lassen: der Ausbau nach Leudelingen, nach Hollerich und nach Mamer. Neu ist eine zweite Kirchberger Strecke über den „Boulevard Konrad Adenauer“ Richtung Luxexpo.

Kompensierungsmaßnahmen

Wegen des Großprojekts Tram müssen insgesamt 9,2 Hektar Wald kompensiert werden. Die Hälfte sei bereits vor Beginn der Arbeiten kompensiert worden, "so wie es das Gesetz vorschrieb", sagte Bausch. Die restlichen Kompensierungsmaßnahmen betreffen die geplanten Tram-Erweiterungen. Ort und Ausmaß der Kompensierungsmaßnahmen werden von Umweltministerin Carole Dieschbourg festgelegt.


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