Aus dem Ministerrat: Dan Theisen wechselt in den Staatsrat
(jm) - Der langjährige Fraktionssekretär der Liberalen, Dan Theisen, soll den frei gewordenen Posten von Kik Schneider im Staatsrat übernehmen. Dies beschloss der Ministerrat am Freitag. Schneiders Amtszeit endete im April; der Staatsrat habe um die Entsendung eines Geisteswissenschaftlers gebeten, dem habe die Regierung Folge geleistet, erklärte Premier Xavier Bettel beim Pressebriefing.
Grünes Licht erteilte das Kabinett der Gründung des Instituts für Zeitgeschichte, das im Regierungsprogramm vorgesehen und dessen Zielsetzung der Premier in der Regierungserklärung zur Lage der Nation nochmals aufgezeichnet hatte. Das Institut wird als interdisziplinäres Zentrum der Uni angegliedert und soll das Centre Robert Schuman, das Centre virtuel de la connaissance sur l'Europe sowie die Forschungsabteilungen des Centre de documentation et de recherche sur l'enrôlement forcé sowie des Centre de documentation et de recherche sur la résistance übernehmen. Forschungsgegenstand des neuen Instituts soll die Zeitgeschichte, die europäische Integration, der Zweite Weltkrieg, die Mediengeschichte sowie der Übergang vom Industriestandort zur Dienstleistungsgesellschaft sein.
Beim Pressebriefing ging Staatssekretär Marc Hansen zudem auf die Standortfrage der Uni Luxemburg ein, die definitiv ein Standbein in der Hauptstadt behalten soll. Während die Bachelor-Studiengänge der rechts-, wirtschafts- und finanzwissenschaftlichen Fakultät nach Belval umziehen sollen, verbleiben die Masterstudiengänge und Doktoranten der gleichen Fachrichtung in der Hauptstadt. Sie werden aber voraussichtlich von Limpertsberg nach Kirchberg ins ehemalig Centre Henri Tudor umziehen.