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Auch Rheinland-Pfalz kündigt Ausnahmen für Luxemburger an
Politik 01.10.2020

Auch Rheinland-Pfalz kündigt Ausnahmen für Luxemburger an

Die Grenze nach Deutschland in Wasserbillig.

Auch Rheinland-Pfalz kündigt Ausnahmen für Luxemburger an

Die Grenze nach Deutschland in Wasserbillig.
Foto: Chris Karaba
Politik 01.10.2020

Auch Rheinland-Pfalz kündigt Ausnahmen für Luxemburger an

In den Grenzgebieten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz soll es – wie im Saarland – eine Ausnahmeregelung für Einreisende aus Luxemburg geben.

(dpa) - In den Grenzgebieten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz soll es - wie im Saarland - nach Einführung der deutschlandweiten Quarantäneregeln Ausnahmen geben.

„Grenzpendler“ dürften sich auch dann ein paar Stunden in dem als Risikogebiet eingestuften Nachbarland aufhalten, kündigte die Staatskanzlei in Mainz am Donnerstag an. Dies gelte nach den Worten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch, wenn sie einkaufen gehen wollen. Einzelheiten der Ausnahmeregelungen würden noch geprüft.

„Für Ein- und Ausreisen aus Risikogebieten wird es einheitliche Regelungen in ganz Deutschland geben“, betonte Dreyer. Dies sehe die neue Verordnung des Bundes für die Quarantäneregelungen vor. Für die Ausnahmeregelungen in Grenzregionen habe sie sich eingesetzt. Die Regelung soll am Samstag (3. Oktober) in Kraft treten, so die Staatskanzlei.

Das Saarland hatte bereits am Mittwoch eine Ausnahmeregelung ab dem 5. Oktober angekündigt: Bürger aus Luxemburg und Frankreich dürfen vom kommenden Montag an grundsätzlich bis zu 24 Stunden ins Saarland reisen, ohne den Quarantäneregelungen zu unterliegen.

Ausnahmen für Luxemburger

Für Luxemburg gelten in Rheinland-Pfalz derzeit Ausnahmen. Von der Quarantäneregelung ausgenommen sind danach Menschen, die zur Arbeit pendeln. Auch Reisen aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen - wie etwa Prüfungen an der Universität - sind möglich. Die Quarantäneanordnung gilt zudem nicht bei Reisen nach Luxemburg, die weniger als 72 Stunden dauern.

Eine Reisewarnung erfolgt in Deutschland, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben.  

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