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AstraZeneca auf freiwilliger Basis ab 30
Politik 2 2 Min. 16.04.2021

AstraZeneca auf freiwilliger Basis ab 30

Xavier Bettel und Romain Schneider kurz vor Beginn der Pressekonferenz.

AstraZeneca auf freiwilliger Basis ab 30

Xavier Bettel und Romain Schneider kurz vor Beginn der Pressekonferenz.
Foto: Guy Jallay
Politik 2 2 Min. 16.04.2021

AstraZeneca auf freiwilliger Basis ab 30

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Bis zum 15. Mai bleiben die aktuellen Maßnahmen bestehen, lediglich in den Bereichen Sport und Kultur gibt es leichte Lockerungen. Änderungen gibt es hingegen bei der Impfstrategie.

„Wir sehen in den vergangenen Wochen bei den Infektionen und in den Krankenhäusern eine gewisse Stabilität“, so Premierminister Xavier Bettel (DP) zu Beginn der Pressekonferenz am Freitag, bei der er zusammen mit Interimsgesundheitsminister Romain Schneider (LSAP) die jüngsten Entscheidungen des Ministerrats mit Blick auf die Corona-Pandemie verkündete. Um diese Stabilität nicht zu gefährden, werden die aktuellen Restriktionen bis zum 15. Mai verlängert. Lediglich in den Bereichen Sport und Kultur kommt es zu kleinen Lockerungen.

Ab dem 26. April entfällt die Höchstgrenze von zehn Personen beim Sport im Freien. Allerdings muss auch künftig der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. Für Sport in geschlossenen Räumen wird die zur Verfügung stehende Mindestfläche auf zehn Quadratmeter gesenkt, wobei ebenfalls der Mindestabstand gilt. Außerdem dürfen wieder komplette Schulklassen zum Schwimmunterricht gehen.

Bis zu zehn Personen dürfen zusammen Musik machen

Im Kulturbereich war es die Ankündigung, dass bis zu zehn Personen gemeinsam Musik machen respektive singen. Zusätzlich zum Mindestabstand müssen laut Schneider dann jedoch mindestens vier eine Maske tragen und alle Personen müssen dabei sitzen.

Während es bei den Restriktionen also nicht zu großen Veränderungen kommt, verkündete Bettel Änderungen bei der Impfstrategie. Ab kommender Woche können sich die 30- bis 54-Jährigen online für eine freiwillige Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca registrieren. Dabei soll das Anmeldeverfahren dem beim Large Scale Testing ähneln.

Gefahr einer Impfung kleiner als die durch das Virus

Zuvor hatte Bettel angekündigt, dass Luxemburg den Astrazeneca-Impfstoff weiter verabreichen wird. „Das war keine einfache Entscheidung“, meinte Bettel mit Verweis auf ein Gutachten des Conseil supérieur des maladies infectieuses (CSMI), in dem aus Gründen der Vorsorge davon abgeraten wird, das Mittel an unter 55-Jährige zu verimpfen.

Er sei aber davon überzeugt, dass es nicht vertretbar sei „während einer Pandemie Impfstoff einfach in den Kühlschrank zu stellen“. Die Gefahr durch eine Impfung eine Thrombose zu erleiden, sei im Vergleich mit der Gefahr, die von einer Corona-Infektion ausgehe, klein.

Lenert kehrt am Montag zurück

Mit Blick auf die bisherige Impfbereitschaft in Luxemburg zeigten sich Bettel und Schneider zufrieden. Die Beteiligung liege bei 72 Prozent. 153.457 Personen haben hierzulande bisher eine Impfung erhalten, 42.986 davon bereits ihre zweite Dosis.

Wie mögliche Lockerungen nach dem 15. Mai aussehen konnten, wollte Bettel nicht sagen. Voraussetzung für jede Art von Lockerung sei jedoch, dass die aktuellen Zahlen nicht steigen.


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Dann war es noch die Ankündigung, dass Paulette Lenert (LSAP) am Montag wieder ihre Aufgabe als Gesundheitsministerin übernehmen wird. In den vergangenen drei Wochen hatte Schneider, der eigentlich Agrar- und Sozialminister ist, das Amt kommisarisch von Lenert übernommen, damit sie sich von gesundheitlichen Problemen erholen konnte.

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