Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Asselborns Blick auf die Welt
Politik 13.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Asselborns Blick auf die Welt

Der Außenminister spricht über die Weltlage.

Asselborns Blick auf die Welt

Der Außenminister spricht über die Weltlage.
Foto: Guy Jallay
Politik 13.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Asselborns Blick auf die Welt

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Außenminister Asselborn hält am Dienstagmittag seine außenpolitische Rede. Darin geht er auf die instabile Weltlage ein und listet gleichzeitig die Prioritäten der europäischen Politik für die Zukunft auf.

Außenminister Jean Asselborn (LSAP) hält am Dienstag seine außenpolitische Rede vor dem Parlament. Darin spricht er von einem bröckelndem Vertrauen  in den Multilateralismus  und einem Klima des Misstrauens gegenüber der internationalen Politik und Diplomatie. Es gäbe zurzeit einen gefährlichen "Trend zum Unilateralismus" - jeder kämpft für sich allein. Das gefährde nicht nur die allgemeine Weltordnung, sondern unterwandere auch Rechtsstaaten und Menschenrechte.

Als Beispiel nennt Asselborn sowohl den Friedensprozess im Nahe Osten, die Missachtung von humanitärem Völkerrecht, aber auch die Situation in der Türkei oder in Myanmar sowie die Art und Weise wie sich die Vereinigten Staaten unter Donald Trump entwickelt haben. Asselborn spricht zudem über die europäische Einigung und die Herausforderung des Brexit. Luxemburg und Europa müssen weiterhin hinter den diplomatischen Errungenschaften nach dem Zweiten Weltkrieg stehen.

Gerade in schwierigen Zeiten müsse man eine starke Stimme sein für Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit. Denn trotz Krise gelte es zu zeigen, dass es in der longue durée den Menschen besser gehe: Immer mehr Menschen leben in Demokratien, immer weniger Menschen leiden an Hunger, die Alphabetisierungsrate steigt. Demnach gilt es weiter, für das normative Projekt des Westens mit diplomatischen Mitteln zu kämpfen.