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Asselborn: Zynischer Akt : Rechter Politiker provoziert mit Blumen vor Schengen-Denkmal
Politik 20 19.09.2015

Asselborn: Zynischer Akt : Rechter Politiker provoziert mit Blumen vor Schengen-Denkmal

Robert Goebbels beim Wortfgefecht mit Philippot (links).

Asselborn: Zynischer Akt : Rechter Politiker provoziert mit Blumen vor Schengen-Denkmal

Robert Goebbels beim Wortfgefecht mit Philippot (links).
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Politik 20 19.09.2015

Asselborn: Zynischer Akt : Rechter Politiker provoziert mit Blumen vor Schengen-Denkmal

In Schengen hat ein Europa-Abgeordneter der französischen rechtsextremen Partei Front National Blumen niedergelegt, um dem grenzenlosen Europa Adieu zu sagen. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn ist empört.

(vb) – In Schengen hat ein Europa-Abgeordneter der französischen rechtsextremen Partei Front National Blumen niedergelegt, um dem grenzenlosen Europa Adieu zu sagen. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn ist empört.

Asselborn teilte noch am gleichen Tag mit, es handele sich um einen „zynischen Akt der Provokation“. Der Front National macht schon seit längerer Zeit Stimmung gegen das Schengen-Abkommen und fordert, in Europa wieder Grenzkontrollen einzuführen. 

Der Front National-Abgeordnete und Vize-Parteipräsident Florian Philippot sagte bei der provokanten Aktion am Europadenkmal, er wolle der Reisefreiheit gedenken und die Rückkehr der nationalen Grenzen feiern.

Asselborn hält dem entgegen, dass die offenen Grenzen „integraler Bestandteil unseres Lebens“ seien. Es sei „undenkbar“, dass diese Errungenschaft, von denen täglich Tausende Reisende und Grenzgänger profitierten, in Frage gestellt werde.

Grenzkontrollen könnten nur punktuell erfolgen, so Asselborn. Sie müssten im Einklang mit dem Schengen-Abkommen stehen. 

In Schengen bereiteten die Luxemburger Politiker dem Besuch aus Frankreich einen frostigen Empfang. "Vous avez trois minutes pour faire votre cinéma et après nous nettoyons tout", sagte ihm der Bürgermeister von Schengen, Ben Homan. Der Europaabgeordnete Robert Goebbels bezeichnete die improvisierte Kranzniederlegung als "verachtenswerte politische Aktion". Die FN-Aktivisten mussten mit ihrem in Mitleidenschaft gezogenen Kranz wieder abziehen, nachdem dieser von den Gegendemonstranten "entfernt" worden war.

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