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Asselborn-Zitat: US-Außenminister Pompeo sagt Luxemburgbesuch ab
Politik 2 Min. 13.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Asselborn-Zitat: US-Außenminister Pompeo sagt Luxemburgbesuch ab

Mike Pompeo ist auf Abschiedstour. Laut Medienberichten klammert er Luxemburg dabei bewusst aus.

Asselborn-Zitat: US-Außenminister Pompeo sagt Luxemburgbesuch ab

Mike Pompeo ist auf Abschiedstour. Laut Medienberichten klammert er Luxemburg dabei bewusst aus.
Foto: AFP
Politik 2 Min. 13.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Asselborn-Zitat: US-Außenminister Pompeo sagt Luxemburgbesuch ab

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Weil der Luxemburger Außenminister Donald Trump als "Verbrecher" bezeichnet hatte, will sein Amtskollege Mike Pompeo nicht nach Luxemburg kommen. Auch die Reise nach Belgien ist abgesagt.

Diplomatische Verstimmungen zum Ende von Donald Trumps Amtszeit: Weil Jean Asselborn in einem Interview den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump als „Verbrecher“ und „politischen Brandstifter“ bezeichnet hatte, hat Asselborns Amtskollege Mike Pompeo einen Besuch in Luxemburg abgesagt. Das berichtet die „New York Times“, „CNN“, sowie die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. 


Politik, Jean Asselborn, campagne en vue de l’élection du Luxembourg au Conseil des droits de l’homme pour le mandat 2022-2024 Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Asselborn: "Trump ist ein politischer Brandstifter"
Außenminister Jean Asselborn ist bestürzt über die Ereignisse in Washington. Er verurteilt nicht nur die Randalierer. Die eigentliche Verantwortung sieht er bei Noch-Präsident Trump.

Pompeo, dessen Amtszeit nächste Woche endet, hatte diese Woche seine letzte Dienstreise geplant, die ein Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel vorsah. Laut Bericht in der New York Times habe Pompeo unterwegs einen Abstecher nach Luxemburg machen wollen. Von diesem Besuch sehe er aber kurzfristig ab - wegen der oben zitierten Äußerungen von Jean Asselborn am vergangenen Donnerstag. Asselborn hatte mit deutlichen Worten auf die Erstürmung des Kapitols in Washington DC am Mittwoch reagiert und Trump dabei die Verantwortung für die Krawalle zugeschrieben. 

Mitglieder des US-Außenministeriums hätten dem Sender CNN erklärt, Regierungsvertreter in Luxemburg hätten geplante Treffen mit Pompeo abgesagt. Nachdem Spitzenpolitiker aus verbündeten Staaten nach der Kapitolstürmung heftige Kritik an Präsident Trump ausübten, habe sich der geplante Besuch nicht in die gewünschte Richtung entwickelt, so CNN.

Asselborn: „Ich stehe zu meinen Aussagen“

Auf Rückfrage bestätigte Asselborn, dass ein Besuch von Pompeo in Luxemburg nicht stattfindet. Zu eventuellen Gründen wollte der Außenminister sich nicht äußern. Er bekräftigte aber, dass er zu den getätigten Aussagen  stehe. „Nach den Bildern, die wir gestern Abend gesehen haben, darf man nicht länger um den heißen Brei reden“, hatte Asselborn nach dem Sturm auf das Kapitol dem „Luxemburger Wort“ gesagt. „Trump ist ein Verbrecher, ein politischer Brandstifter, der vor Gericht gehört.“ Er sei 2016 zwar demokratisch gewählt worden, habe aber nichts mit Demokratie am Hut, so der Diplomatiechef.  

Belgienreise abgesagt

Im Zuge der politischen Turbulenzen nach der Erstürmung des Kapitols wurde am Dienstagabend die gesamte Reise nach Belgien kurzfristig abgesagt. Die US-Außenamtssprecherin Morgan Ortagus bestätigte am Dienstagabend, das Ministerium habe im Zusammenhang mit der Übergabe der Amtsgeschäfte an den gewählten Präsidenten Joe Biden „alle in dieser Woche geplanten Reisen“ abgesagt. Bei dem kurzfristig abgesagten Besuch in Brüssel hätte Außenminister Pompeo sich am Mittwoch unter anderem mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès getroffen.  

Die US-Botschaft war für einen Kommentar am Dienstagmittag nicht zu erreichen. Unbestätigt bleibt damit, ob der von mehreren Medien aufgegriffene Abstecher von Pompeo ins Großherzogtum überhaupt geplant war. 

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