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Asselborn für Grenzöffnungen „so bald wie möglich“
Politik 26.03.2020

Asselborn für Grenzöffnungen „so bald wie möglich“

Jean Asselborn hofft, dass die Grenzkontrollen bald aufgehoben werden.

Asselborn für Grenzöffnungen „so bald wie möglich“

Jean Asselborn hofft, dass die Grenzkontrollen bald aufgehoben werden.
Archivfoto: Guy Jallay
Politik 26.03.2020

Asselborn für Grenzöffnungen „so bald wie möglich“

Der Außenminister stellt den Sinn der aktuellen Grenzkontrollen infrage.

(dpa/lrs) - Zum 25. Jahrestag des Schengener Abkommens hat Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn gefordert, die im Zuge der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen und Grenzschließungen „so schnell wie möglich“ wieder aufzuheben. 

Arbeiter, „von denen viele im Kampf gegen das Virus an vorderster Front stehen“, würden behindert, der Transport von lebensnotwendigen medizinischen Gütern und Lebensmitteln werde erschwert. Etliche Länder haben in der Corona-Krise Grenzen dicht gemacht, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

"Einmalig und vorübergehend"


Corona-Virus - Grenzkontrollen - Luxemburg - Deutschland - Schengen - Viadukt von Schengen - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
25 Jahre Schengen-Abkommen: Gefeiert wird im eigenen Land
Grenzschließungen überschatten den Jahrestag des Inkrafttretens des Schengener Abkommens. Dabei kränkelt die Personenfreizügigkeit seit Jahren im Schengen-Raum.

„Die Wiedereinführung von Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen zwischen bestimmten Ländern kann nur eine einmalige und vorübergehende Maßnahme sein“, sagte der Minister. „Deshalb fordere ich, dass die im Schengenregime festgelegten Freiheiten so schnell wie möglich wieder etabliert werden.“ 

Am 26. März 1995 traten die Bestimmungen zum Schengener Abkommen in Kraft, die zehn Jahre zuvor im luxemburgischen Ort Schengen unterzeichnet worden waren.

"Symbol für Integration"


Lokales, Polizei am Freitag bei der Grenze in Remich, Coronavirus, Covid-19, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Corona-Krise bremst Grenzverkehr aus
An den Grenzen von Luxemburg nach Deutschland hat sich die Situation spürbar beruhigt. Der Verkehr ging stark zurück.

Die Umsetzung der Regeln des „Schengen-Raums“ enthalte die Abschaffung der Grenzkontrollen im Gebiet und stärkere Grenzkontrollen an den sogenannten Außengrenzen. „Dieser Besitzstand wird nun infrage gestellt“, sagte Asselborn. Die Abkommen von Schengen seien bis heute „eine der greifbarsten Errungenschaften der europäischen Integration“, sagte der Minister.

Heute gehören 26 Länder mit mehr als 400 Millionen Einwohnern zum Schengen-Raum. Nach Angaben der EU-Kommission gibt es jedes Jahr etwa 1,25 Milliarden Reisen über die Grenzen innerhalb dieser Region. Nach Luxemburg pendeln in Nicht-Corona-Zeiten täglich rund 220 000 Menschen aus Deutschland, Frankreich und Belgien zur Arbeit.    

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