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Asselborn besucht Asylunterkünfte in Mersch und Tandel
Politik 5 07.07.2020

Asselborn besucht Asylunterkünfte in Mersch und Tandel

Jean Asselborn, Minister für Immigration und Asyl, hat am Dienstag zwei Unterkünfte für Asylsuchende besucht.

Asselborn besucht Asylunterkünfte in Mersch und Tandel

Jean Asselborn, Minister für Immigration und Asyl, hat am Dienstag zwei Unterkünfte für Asylsuchende besucht.
Foto: MAEE
Politik 5 07.07.2020

Asselborn besucht Asylunterkünfte in Mersch und Tandel

Am Dienstag hat sich Minister Asselborn die Flüchtlingsunterkünfte in Mersch und Tandel angesehen - und erneuerte seinen Appell an die Gemeinden, sich solidarisch zu zeigen.

(SC) - Am Dienstag hat Jean Asselborn (LSAP), Minister für Immigration und Asyl, zwei Asylunterkünfte in Mersch und Tandel besucht. Die Visite begann in Mersch, wo Asselborn am Morgen an der von dem luxemburgischen Roten Kreuz geleitete Einrichtung für Asylsuchende ankam.

Die Unterkunft in Mersch nimmt seit Juli 2016 Familien, sowie alleinstehende Männer und Frauen auf. Üblicherweise werden Asylsuchende hier bloß einige Wochen untergebracht, während sie in der Phase 2 evaluiert und auf ihre speziellen Bedürfnisse geprüft werden. Danach werden die Bewohner je nach Bettenverfügbarkeit an andere Einrichtungen weitervermittelt.


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Eine solche Einrichtung ist die Flüchtlingsunterkunft in Tandel. Auf Einladung und in Begleitung des Bürgermeisters Ali Kaes (CSV) sah sich Außenminister Jean Asselborn den Komplex der Phase 3 an, der im Januar 2019 seine Türen öffnete und Asylsuchenden längerfristig Unterschlupf bietet. Die Unterkunft in Tandel wird von der Caritas geleitet und empfängt ebenfalls Familien - rund ein Drittel der aktuellen Bewohner sind Kinder. Die Einrichtung hat eine maximale Kapazität von 93 Betten.

Die Einrichtung in Tandel dient derzeit noch als regionale Zentrale des nationalen Aufnahmeamts ("Office national de l'accueil", ONA) - die Eröffnung der neuen Regionalzentrale in Seltz ist für 2021 angesetzt. Dadurch soll die langfristige Begleitung von Flüchtlingen im Norden des Landes gewährleistet werden.


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Wie aus einer Regierungsmitteilung am Dienstag hervorgeht, bleiben die Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Luxemburgs sehr limitiert - und das, obwohl durch die Schließung der EU-Außengrenzen in der Corona-Krise zeitweise weniger Asylsuchende über den Landweg nach Europa kamen. Vor allem sei es nach wie vor schwierig, Flüchtlinge aus den Flüchtlingsheimen in normale Wohnverhältnisse zu bringen. Seit Juni beobachte man wieder eine Zunahme der Asylsuchenden in Luxemburg - doch die limitierte Bettenanzahl in den bestehenden Unterkünften lasse wenig Handlungsmöglichkeiten bei der Unterbringung der Neuankünfte.

Aus diesem Grund erneuerte Asselborn am Dienstag seinen Appell an die Gemeinden, sich solidarisch zu zeigen und Bauplätze oder bestehende Einrichtungen für Asylsuchende zur Verfügung zu stellen.

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