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Asselborn als Gipfelstürmer
Politik 2 Min. 07.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Asselborn als Gipfelstürmer

Außenminister Jean Asselborn auf dem legendären Mont Ventoux.

Asselborn als Gipfelstürmer

Außenminister Jean Asselborn auf dem legendären Mont Ventoux.
Politik 2 Min. 07.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Asselborn als Gipfelstürmer

Außenminister Jean Asselborn tritt in den Ferien wie gewohnt in die Pedale. Am Dienstag stand mit dem Mont Ventoux die Königsetappe seiner Tour de France auf dem Programm.

(DS) - Außenminister Jean Asselborn ist auch in diesem Sommer gewohnt sportlich unterwegs. Knapp zwei Monate nach seinem schweren Sturz machte er sich am 26. Juli  auf den Weg in den Süden von Frankreich. Sein Ziel: der  Mont Ventoux. Am Dienstag stand er nach zehn Etappen einmal mehr auf dem Gipfel des legendären, fast 2.000 Meter hohen Bergs.

Fast geschafft. Jean Asselborn legt eine kleine Pause ein, bevor er die letzten Meter zum Ventoux in Angriff nimmt.
Fast geschafft. Jean Asselborn legt eine kleine Pause ein, bevor er die letzten Meter zum Ventoux in Angriff nimmt.

Start der Fahrradtour war wie schon im vergangenen Jahr in Châlons-en-Champagne. Von dort ging es weiter nach Troyes, Avallon bis Château-Chinon. In diesem Jahr führte seine Reise zum ersten Mal durch das Massif Central. "Diese Teilstrecke war hart. Die einzelnen Berge sind zwar nicht sehr hoch, doch es geht andauernd bergauf und bergab. Es galt also viele Höhenmeter zu überwinden", so der Außenminister, nachdem er am Dienstag sein Ziel erreicht hatte. 

Wie in den letzten Jahren postete er auch in diesem Jahr jeden Abend auf Facebook einen Bericht über die Tagesetappe. Neben der genauen Strecke berichtet er auch über die Sehenswürdigkeiten, samt Fotos. 

Das Fahrrad und der Radler

Manchmal fallen die Berichte besonders originell aus. So schilderte Asselborn den Anstieg zum Ventoux in Form eines Zwiegesprächs zwischen einen Fahrrad und einem Radfahrer: Auf dem Gipfel fragt das Fahrrad:  "Nous sommes au sommet à 1.909 m... dis-moi machiniste qu’est-ce qui te pousse chaque année vers le sommet du Ventoux?"

Worauf der Sportler philosophisch antwortet: "Bonne question, chère machine. Je pourrais te répliquer par une question au lieu d’une réponse... Par exemple... pourquoi est-ce qu’on te construit? Toujours plus léger toujours plus élégant et plus performant? Certainement pas uniquement pour les coureurs professionnels ou pour t’exposer dans un salon. C’est pour que tous ceux qui aiment le vélo puissent rouler aussi dans la montagne s’ils s’y mettent. Et combiner sur ta selle l’effort, l’endurance et la solitude avec l’immense plaisir de découvrir les beautés extraordinaires des paysages montagneux. Nulle autre machine à créer du mouvement ne saurait accorder ce privilège au machiniste."

Das obligatorische Gipfelfoto.
Das obligatorische Gipfelfoto.

2015 hatte Jean Asselborn übrigens Ärger mit Facebook. Weil jemand auf Twitter behauptet hatte, sein Account sei ein Fake, wurde sein privates Facebook-Profil gelöscht. Dass ein Außenminister ohne Begleitschutz durch Frankreich radelt und dann auch noch eigenhändig tagtäglich einen Bericht über seine Erlebnisse schreibt, konnten sich die Facebook-Macher offensichtlich nicht vorstellen. Erst nachdem er seinen Diplomaten-Pass mit dem Handy abfotografiert hatte und an die Zentrale in den USA geschickt hatte, wurde sein Profil wieder freigeschaltet.


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