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Artuso-Bericht: Anerkennung des Leids
Politik 13.05.2015

Artuso-Bericht: Anerkennung des Leids

Die parlamentarische Konsultierungdebatte über den Artuso-Bericht findet Am 9. Juni statt.

Artuso-Bericht: Anerkennung des Leids

Die parlamentarische Konsultierungdebatte über den Artuso-Bericht findet Am 9. Juni statt.
Lex Kleren
Politik 13.05.2015

Artuso-Bericht: Anerkennung des Leids

Am Mittwoch kam der Institutionenausschuss erneut zusammen, um sich mit dem Artuso-Bericht auseinanderzusetzen. Die Schlussfolgerungen werden auf eine Anerkennung des Leids, das der jüdischen Bevölkerung angetan wurde, hinauslaufen, so der Vorsitzende Alex Bodry.

(DS) – Noch liegen die endgültigen Schlussfolgerungen der Institutionenkommission zum Artuso-Bericht nicht vor. Doch wie es aussieht, wird es zu einer Anerkennung des Leids kommen, das der jüdischen Bevölkerung zugefügt wurde. Dies ließ jedenfalls der Vorsitzende der parlamentarischen Kommission, Alex Bodry (LSAP), am Mittwoch nach der Sitzung durchblicken. Wie Bodry weiter betonte, herrscht innerhalb der Fraktionen weitgehend Einigkeit.  Die Konsultierungsdebatte im Plenum wurde für den 9. Juni angesetzt.

Zuvor wird die Institutionenkommission allerdings noch zweimal zusammenkommen, um der Motion den letzten Schliff zu geben. Die Sitzungen sind für den 1. und für den 5. Juni anberaumt. In der Motion wird festgehalten, welche Konsequenzen das Parlament aus dem Bericht ziehen wird und welche Empfehlungen es an die Regierung gibt.

In seinem Bericht war der Historiker Vincent Artuso zum Schluss gekommen, dass die Verwaltungskommission, die nach dem Einmarsch der deutschen Truppen zwischen Frühjahr und  Herbst 1940 als eine Art "Ersatzregierung" fungierte,  eine Mitschuld an der Deportation der Juden trägt, dass ihre Entscheidungen und Taten aber nicht „direkt in den Holocaust führten“.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die luxemburgischen Behörden bereits in den 30er Jahren den Weg geebnet hatten, damit die Nürnberger Gesetze später sehr schnell umgesetzt werden konnten. U. a. waren etwa seit 1935 systematisch die Namen von jüdischen Flüchtlingen erfasst worden.


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