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Armee hat neuen Oberbefehlshaber
Politik 13 2 Min. 29.09.2020

Armee hat neuen Oberbefehlshaber

General Alain Duschène (links) gibt mit der Fahne symbolisch die Verantwortung über die Truppen bei Verteidigungsminister François Bausch ab.

Armee hat neuen Oberbefehlshaber

General Alain Duschène (links) gibt mit der Fahne symbolisch die Verantwortung über die Truppen bei Verteidigungsminister François Bausch ab.
Foto: Gerry Huberty
Politik 13 2 Min. 29.09.2020

Armee hat neuen Oberbefehlshaber

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Bei der Übergabezeremonie auf dem Militärzentrum Herrenberg übernimmt General Steve Thull das Amt des Armeechefs von General Alain Duschène.

Nicht nur die Soldaten standen stramm, auch die Sonne hatte sich pünktlich zum Dienst gemeldet. Am Dienstag wurde auf dem Gelände der Militärkaserne Herrenberg die Amtsübergabe an der Spitze der Armee von General Alain Duschène zu seinem Nachfolger General Steve Thull vollzogen. Da wegen der Covid-19-Pandemie sanitäre Beschränkungen gelten, war die Ehrentribüne nicht so voll besetzt wie sonst, es wurde jeweils ein Sitz Abstand gehalten, und die Gäste mussten einen Mundschutz tragen. 

In seiner Ansprache ging der aus dem Amt scheidende Oberbefehlshaber General Duschène denn auch auf die Corona-Krise ein. Diese habe die Armee zwar einerseits in ihrem Elan ausgebremst, andererseits hätte der Einsatz des Militärs in dieser Zeit seine Früchte getragen. „Unsere Solidarität, Disziplin und Engagement haben dazu beigetragen, dass wir das Schlimmste verhindern konnten.“ 

Erinnerung an gestorbene Soldaten 

Duschène, der drei Jahre Armeechef war, erinnerte auch an das Unglück auf dem Gelände des Munitionslagers Waldhof im Februar des vergangenen Jahres, bei dem zwei Soldaten ums Leben kamen: „Dass unsere beide Kollegen Luc und Mike ihr Leben im Dienst für die Allgemeinheit verloren haben, hat uns alle tief getroffen“. Er verwies zudem auf den Tod von Grand-Duc Jean an 23. April 2019, dieser sei selbst Soldat gewesen und die Armee habe ihm stets am Herzen gelegen. 

Als einen positiven Punkt seiner dreijährigen Amtszeit strich Duschène die Verbesserungen bei der Rekrutierung hervor. Nach seiner Rede ließ Duschène es sich nicht nehmen, die aufgereihten Soldaten ein letztes Mal abzuschreiten, dies Hand in Hand mit seinen drei kleinen Enkelkindern. 

Veränderungen aktiv gestalten

Verteidigungsminister François Bausch (Déi Gréng) würdigte die Verdienste von Duschène und unterstrich die gute Zusammenarbeit. Die Amtszeit des scheidenden Oberbefehlshabers zeichne sich durch die konsequente Weiterführung der 2007 begonnenen Restrukturierung der Armee aus. „Das gilt vor allem für die Ausarbeitung des neuen Kadergesetzes, das neue Karrieren und neue Perspektiven schaffen wird.“ 


Nationalfeiertag 2019. Prises d'Armes, Militärparade, Boulevard JF Kennedy, Militär, Armee, Foto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
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Die Armee hat ihre Rekrutierungsprozeduren gelockert. Was nach einem „Nivellement vers le bas“ klingt, ist eine Anpassung an die Realität.

Nach der symbolischen Übergabe der Flagge bedankte sich der neue Armeechef Steve Thull unter anderem bei seiner Familie für ihre Unterstützung und alle seine bisherigen Vorgesetzten, darunter auch sein Amtsvorgänger Alain Duschène. An die Soldaten richtete er den Appell, Veränderungen, wie beispielsweise die Digitalisierung, aktiv anzugehen, um auch in Zukunft ihren Aufgaben gerecht werden zu können.

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