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Arbeitsbesuch in Paris: Bettel trifft Macron
Die Chemie zwischen Xavier Bettel und Emmanuel Macron stimmt.

Arbeitsbesuch in Paris: Bettel trifft Macron

Foto: AFP
Die Chemie zwischen Xavier Bettel und Emmanuel Macron stimmt.
Politik 20.07.2017

Arbeitsbesuch in Paris: Bettel trifft Macron

Maxime LEMMER
Für Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel haben die Ferien noch nicht begonnen. Am Donnerstag tagt der Ministerrat zum letzten Mal vor der Sommerpause. Auf dem Programm steht zudem ein Arbeitsbesuch in Paris.

(ml) -  Premierminister Xavier Bettel steht am heutigen Donnerstag ein arbeitsreicher Tag bevor. Zum letzten Mal vor der Sommerpause tagt der Ministerrat. Anschließend wird der Staatsminister nach einer längeren Unterbrechung vor die Presse treten.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres fanden bislang lediglich zwei Pressebriefings statt, obwohl der Ministerrat insgesamt 20 Mal tagte. Anders als sonst üblich wird das Pressebriefing am Donnerstag nicht per Livestream übertragen. Um die Sommerferien einzuläuten, lädt Bettel die Journalisten zu einem Umtrunk ein.

Auf der Agenda des Premierminister steht zudem auch ein Arbeitsbesuch in Paris, wo Bettel im Elysée-Palast vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron empfangen wird, der zurzeit nach dem Rücktritt des französischen Armeechefs Pierre de Villiers die erste Krise seiner Amtszeit erlebt.

Bettel: "Ein cleverer Mann"

Im Vorfeld dieses Treffens wird Bettel eine Unterredung mit seinem französischen Amtskollegen Edoaurd Philippe im Hôtel Matignon haben. Bei beiden Treffen geht es vorrangig darum, die bilateralen Beziehungen zwischen Luxemburg und Frankreich zu vertiefen. Erörtert werden z.B. Themen, die die Grenzgänger betreffen. Auch das Atomkraftwerk in Cattenom, dessen Laufzeit verlängert wurde, dürfte Bestandteil der Gespräche sein.

Als Mensch schätzt Xavier Bettel den französischen Staatschef sehr. In einem kürzlich erschienenen Interview mit dem "Luxemburger Wort" bezeichnete er Macron als "offenen und cleveren Mann", der wisse wo es lang gehe. Während der französischen Wahlkampfkampagne hätten manche Kandidaten immer wieder Luxemburg zur Zielscheibe gemacht. Macron habe sich hingegen stets geweigert, auf den Zug der Populisten zu springen, so Bettel.

Geheimes Treffen

Im März hatte die belgische Zeitung "L'Echo"enthüllt, dass Xavier Bettel und sein belgischer Amtskollege Charles Michel bereits wenige Wochen vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl, Macron für ein "informelles und entspanntes" Abendessen trafen. Das geheime Treffen soll damals in der Pariser Wohnung des französischen Journalisten und Adelsexperten Stéphane Bern stattgefunden haben, der mit Bettel befreundet ist. Das Staatsministerium wollte damals keine Stellung dazu beziehen.

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