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Annäherung zwischen Lydia Mutsch und AMMD
Politik 09.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Spitalgesetz

Annäherung zwischen Lydia Mutsch und AMMD

Die AMMD und die Ministerin haben sich wieder angenähert.
Spitalgesetz

Annäherung zwischen Lydia Mutsch und AMMD

Die AMMD und die Ministerin haben sich wieder angenähert.
Shuterstock
Politik 09.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Spitalgesetz

Annäherung zwischen Lydia Mutsch und AMMD

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Drei Stunden lang haben die Ärzte und die Gesundheitsministerin am Donnerstag verhandelt. Einig ist man sich beim Spitalgesetz noch nicht, doch man redet zumindest wieder miteinander. Die von den Ärzten angedrohten Protestaktionen sind vorerst vom Tisch.

(DS) - Nachdem die Verhandlungen zunächst festgefahren schienen, saßen Gesundheitsministerin Lydia Mutsch und die Vertreter der AMMD gestern mehr als drei Stunden zusammen, um noch einmal über das Spitalgesetz zu beraten.

Einig ist man sich noch nicht, doch „die Weichen sind gestellt“, so der Vorsitzende der Ärztevereinigung Alain Schmit unmittelbar nach dem Treffen. Allein die Tatsache, dass die Ärzte und die Ministerin den Dialog wieder aufgenommen hätten, wertete er als positiv. Man sei alle strittigen Punkte noch einmal durchgegangen, ein konkretes Resultat gebe es aber noch nicht.

Auch die Gesundheitsministerin zeigte sich nach der Sitzung recht zufrieden: „Wir haben uns angenähert,“ betonte Lydia Mutsch. Es sei ein „sachliches und konstruktives“ Gespräch gewesen.

Inhaltliche Details wollten weder Lydia Mutsch noch Alain Schmit verraten. Die Gesundheitsministerin bestätigte nur, dass beide Seiten all jene Punkte noch einmal erläutert hätten, die ihnen besonders am Herzen liegen würden.

Bei ihrer außerordentlichen Generalversammlung hatten die Ärzte am 1. März noch mit Protestaktionen gedroht, sollten sie mit ihrer Kritik am Spitalgesetz bei der Ministerin kein Gehör finden.

Nach den gestrigen Gesprächen scheinen die nun vom Tisch zu sein. Am 17. März trifft die Ministerin mit den Vertretern der am „Fédération des hôpitaux luxembourgeois“ (FHL) zusammen. Anschließend will sie am 21. März die Mitglieder des Gesundheitsausschusses informieren.


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