Wählen Sie Ihre Nachrichten​

AMMD: „Lenert und Haagen täuschen die Öffentlichkeit“
Politik 16.05.2022
IRM Potaschberg

AMMD: „Lenert und Haagen täuschen die Öffentlichkeit“

Um weitere ambulante IRM in Luxemburg zu ermöglichen, muss das Gesetz geändert werden. Eine entsprechende Reform soll diese Woche im Regierungsrat vorgelegt werden.
IRM Potaschberg

AMMD: „Lenert und Haagen täuschen die Öffentlichkeit“

Um weitere ambulante IRM in Luxemburg zu ermöglichen, muss das Gesetz geändert werden. Eine entsprechende Reform soll diese Woche im Regierungsrat vorgelegt werden.
Foto: Anouk Antony
Politik 16.05.2022
IRM Potaschberg

AMMD: „Lenert und Haagen täuschen die Öffentlichkeit“

Über die private Radiologie in Grevenmacher gibt es weiterhin Streit. Ärztevertreter sprechen von einem „politischen Durcheinander“.

(LW) - Mit scharfer Kritik an Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Sozialminister Claude Haagen (beide LSAP) hat sich am Montag die Ärztevereinigung AMMD zu Wort gemeldet. In einem Kommuniqué wirft der Verband den beiden Politikern eine Täuschung der Öffentlichkeit vor. 

Lenert hatte am Freitag bei RTL Télé Lëtzebuerg zur Überraschung vieler angekündigt, dass das Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) den IRM des privaten Gesundheitszentrums Potaschberg übernehmen werde. Haagen bestätigte diese Information gegenüber dem „Tageblatt“. Der Magnetresonanztomograf wird derzeit in einem Diagnosezentrum außerhalb einer Klinik betrieben, was laut der Gesundheitsbehörde gegen das Gesetz verstößt.

Noch keine endgültige Einigung mit CHL

Die Ministerin behauptete, dass die beiden Akteure am vergangenen Freitag eine Vereinbarung unterzeichnet hätten. Am Montag kam es in der Sache aber zu einer neuen Wendung. Das Centre Médical Potaschbierg (CMP) gab auf seiner Internetseite an, dass am vergangenen Freitag gar keine Vereinbarung mit dem CHL unterzeichnet worden sei.

Eine Erklärung, die somit im Widerspruch zu den Äußerungen der Ministerin steht. „Aufgrund der vereinbarten Diskretion ist es nicht möglich, weitere Informationen über die laufenden Verhandlungen zu geben“, teilt das CMP seinerseits mit.


Lokales,IRM,MRT Grevenmacher.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Lenert vergaloppiert sich in Sachen IRM
Die Analyse der juristischen Argumente gegen den IRM auf dem Potaschberg ergibt: Widersprüche und kein Fond.

„Die Gesundheitsministerin verstrickt sich langsam, aber sicher in ein juristisches und politisches Durcheinander“, kritisiert indes die AMMD. Es gebe bis dato keine endgültige Einigung zwischen beiden Akteuren über den IRM auf dem Potaschberg. „Selbst wenn es eine Einigung gäbe, welcher Nachgeschmack bliebe nach der öffentlichen Drohung der Ministerin, die Struktur des CMP zu schließen?“

Die AMMD spricht im Zusammenhang mit der angekündigten Einbringung eines Gesetzesentwurfs über die außerklinische Radiologie von einer „weiteren Falle“. Es sei zu befürchten, dass „Fachärzte für immer in den Krankenhausstrukturen eingesperrt bleiben und ihnen die Mittel entzogen werden, die sie benötigen, um ihren Beruf auszuüben und ihren Patienten die notwendigen Leistungen anbieten zu können“.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema