Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Akte SREL: Die Sache mit dem Protokoll
Nach der Chambersitzung über den SREL-Bericht am 10. Juli 2013 verlässt Jean-Claude Juncker die Chamber ein letztes Mal als Premier.

Akte SREL: Die Sache mit dem Protokoll

Foto: Guy Jallay
Nach der Chambersitzung über den SREL-Bericht am 10. Juli 2013 verlässt Jean-Claude Juncker die Chamber ein letztes Mal als Premier.
Politik 5 Min. 19.12.2017

Akte SREL: Die Sache mit dem Protokoll

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Im SREL-Dossier sind zwei unterschiedliche Protokolle aufgetaucht. Die Beteiligten wissen nicht so recht, woher das falsifizierte Dokument stammt – glauben aber nicht, dass es weitgreifende politische oder juristische Konsequenzen haben wird.

Von Pol Schock

Eigentlich sollte im November ein Prozess gegen drei ehemalige Geheimdienstmitarbeiter beginnen. Es ist das juristische Nachspiel der SREL-Affäre, die Ende 2012 öffentlich wurde und als Auslöser der Neuwahlen von 2013 gilt. Doch aus dem Prozess wurde vorerst nichts – der Zeuge Jean-Claude Juncker hatte keine Zeit. Und so sucht die Staatsanwaltschaft seither nach einem neuen Termin für den Prozessbeginn. „Nicht vor März 2018“, heißt es von offizieller Seite.

In der Zwischenzeit meldete sich der Angeklagte, der ehemalige Direktor des Service de Renseignement du Luxembourg (SREL), Marco Mille, öffentlich zu Wort und erhob seinerseits neue Anschuldigungen: Es habe im Anklagedossier zwei Protokolle gegeben, von dessen illegaler Aufnahme des Gesprächs mit Premierminister Jean-Claude Juncker im Januar 2007 – ein korrektes und ein falsifiziertes ...

Sofort weiterlesen
Geben Sie einfach Ihre E-Mail Adresse ein und lesen Sie den vollständigen Artikel.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

SREL-Prozess: Marco Mille lässt eine Bombe platzen
Der frühere Geheimdienstchef behauptet in einem Schreiben nicht nur, dass dass Protokoll der berühmten "Uhr-Aufnahme" manipuliert worden sei, sondern auch, dass Jean-Claude Juncker als Staatsminister wissentlich illegale Abhörmaßnahmen in Auftrag gab.
Marco Mille wurde 2010 vom Staatsdienst beurlaubt und arbeitet derzeit in der Privatwirtschaft als Sicherheitsexperte.
Terminschwierigkeiten: "Srel-Prozess" muss verschoben werden
Der Prozess gegen die ehemaligen Mitarbeiter des staatlichen Nachrichtendienstes Srel Marco Mille, André Kemmer und Frank Schneider muss verschoben werden, weil Jean-Claude Juncker, als Zeuge zitiert, unerwartete Terminprobleme hat. Marco Mille hat sich vor dem Verfahren zu Wort gemeldet.
Der ehemalige SREL-Chef Marco Mille bei seiner Aussage vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Juni 2013.