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Affäre Lunghi: CSV will Xavier Bettel ins Parlament vorladen
Der Premier-, Kultur- und Medienminister sollte sich über politische und diziplinarische Entscheidungen der letzten Tage aussprechen, erwarten CSV-Abgeordnete.

Affäre Lunghi: CSV will Xavier Bettel ins Parlament vorladen

(Foto:Gerry Huberty)
Der Premier-, Kultur- und Medienminister sollte sich über politische und diziplinarische Entscheidungen der letzten Tage aussprechen, erwarten CSV-Abgeordnete.
Politik 18.11.2016

Affäre Lunghi: CSV will Xavier Bettel ins Parlament vorladen

Bérengère BEFFORT
Nicht nur innerhalb des Medienunternehmens RTL schlägt die Affäre Lunghi weiterhin hohe Wellen. Auf politischer Ebene verlangt die CSV eine Stellungnahme von Premier Xavier Bettel im Parlament.

(BB) - Erst am Dienstag hatte der Staatssekretär für Kultur, Guy Arendt, im parlamentarischen Kulturausschuss Stellung zu Affäre Lunghi genommen. Dabei ging es sowohl um disziplinarische Folgen gegenüber dem ehemaligen Mudam-Direktor als auch um die mediale Aufbereitung des RTL-Beitrags.

Für die CSV bleiben viele Fragen allerdings noch ungeklärt. Die Oppositionspartei hat am Freitagnachmittag den Kammerpräsidenten darum gebeten, eine weitere Aussprache in einer gemeinsamen Sitzung des Kultur- und des Medienausschusses vorzusehen. Der Premier-, Kultur-  und Medienminister Xavier Bettel solle dann auch ins Parlament vorgeladen werden.

"In der Sitzung vom 15. November konnte der Kulturminister nicht zugegen sein. Der Staatssekretär war bemüht auf viele Fragen einzugehen, konnte sie allerdings nicht alle hinlänglich beantworten. Unseres Erachtens wäre es wichtig, dass Herr Xavier Bettel selbst ausführlich Stellung nimmt", erklären CSV-Abgeordnete in einem Schreiben an der Parlamentspräsidenten. Autor der Anfrage sind der CSV-Fraktionschef Claude Wiseler sowie die Abgeordneten Octavie Modert und Diane Adehm.

Nach der Unterredung am 15. November hatte Octavie Modert eine voreilige Reaktion von Xavier Bettel beklagt. Nach der ersten Ausstrahlung eines Auschnitts von Enrico Lunghis Interview, hatte der Premier den Ausraster des Mudam-Chefs gegenüber der RTL-Mitarbeiterin als „inakzeptabel“ bezeichnet und ein Disziplinarverfahren angekündigt.



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