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Affäre Beckerich: Anwalt von Agostino meldet sich zu Wort
Politik 28.08.2020

Affäre Beckerich: Anwalt von Agostino meldet sich zu Wort

Das Umweltministerium hatte am 25. Juni einen Baustopp verhängt, weil auf dem Grundstück ein geschütztes Biotop ohne Genehmigung zerstört worden war.

Affäre Beckerich: Anwalt von Agostino meldet sich zu Wort

Das Umweltministerium hatte am 25. Juni einen Baustopp verhängt, weil auf dem Grundstück ein geschütztes Biotop ohne Genehmigung zerstört worden war.
Foto: Anouk Antony
Politik 28.08.2020

Affäre Beckerich: Anwalt von Agostino meldet sich zu Wort

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im Fall des Baustopps einer Kindertagesstätte in Beckerich hat sich jetzt der Anwalt der Bauherrin zu Wort gemeldet mit einer Beschreibung der Ereignisse aus Sicht seiner Mandantin.

Im Falle des Baustopps einer Kindertagesstätte in der Gemeinde Beckerich hat sich jetzt der Anwalt der Immobiliengesellschaft Albaimmo, die von Barbara Agostino mitgegründet wurde und die das Grundstück in Howelingen gekauft hat, um dort eine Kindertagesstätte zu errichten, zu Wort gemeldet. Es ist dies die erste Stellungnahme der Bauherrin in dieser Angelegenheit


Der Baustopp auf dem Grundstück in Howelingen könnte bald aufgehoben werden - allerdings nur auf dem Teil, der im Bauperimeter liegt, wie das Umweltministerium mitteilt.
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Im Zusammenhang mit dem Baustopp einer Kindertagesstätte in der Gemeinde Beckerich hat die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung im Umweltministerium durchgeführt. Sie ermittelt wegen Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz und illegaler Biotopzerstörung.

Darin schildert sie über den Anwalt die Ereignisse aus ihrer Sicht. Laut dem Presseschreiben des Anwalts, das am späten Donnerstagnachmittag verschickt wurde, hat der Förster die Bauherrin am 28. Januar telefonisch darauf hingewiesen, dass sie eine Genehmigung für das Fällen der Bäume brauche und er den entsprechenden Antrag wegen des schlechten Zustands der Bäume unterstützen würde. Am nächsten Tag habe ein Besichtigungstermin stattgefunden und er habe seine Absicht erneut bestätigt. Von einer Ökobilanz sei zu diesem Zeitpunkt keine Rede gewesen. 

Der Antrag samt Pläne eines pädagogischen Gartens mit 18 Bäumen sei noch am selben Tag eingereicht worden. Den fehlenden topografischen Plan habe sie einen Monat später nachgereicht. Am 26. März sei sie schriftlich informiert worden, dass ihr Antrag komplett sei und an die Administration de la nature et des forêts (ANF) weitergeleitet würde. 

Am 13. Juni seien neun Bäume und eine Hecke entfernt worden, dies zum Schutz der Bauarbeiter. Am 16. Juni habe das Umweltministerium sich zu Wort gemeldet mit dem Hinweis, dass eine Ökobilanz erstellt werden müsse, bevor die Bäume gefällt werden. Von Bevorteilung könne also keine Rede sein, so der Anwalt. Das Gegenteil sei der Fall. 

Laut dem Anwalt sei die Faktenlage falsch dargestellt worden. Barbara Agostino hatte auf Anfragen des „Luxemburger Wort“ nicht reagiert. 

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