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ADR tritt mit Doppelspitze an
Politik 04.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Kommunalwahlen in Luxemburg-Stadt

ADR tritt mit Doppelspitze an

Der ADR-Abgeordnete Roy Reding startet einen zweiten Versuch, ein kommunales Mandat zu ergattern.
Kommunalwahlen in Luxemburg-Stadt

ADR tritt mit Doppelspitze an

Der ADR-Abgeordnete Roy Reding startet einen zweiten Versuch, ein kommunales Mandat zu ergattern.
Foto: Armand Wagner
Politik 04.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Kommunalwahlen in Luxemburg-Stadt

ADR tritt mit Doppelspitze an

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die Würfel sind gefallen: Die ADR tritt bei den Gemeindewahlen in Luxemburg-Stadt mit den Spitzenkandidaten Marceline Goergen und Roy Reding an. Die Entscheidung löst innerhalb der Partei nicht überall Begeisterung aus.

(ml) - Die ADR wird bei den kommenden Gemeindewahlen am 8. Oktober in Luxemburg-Stadt mit einer Doppelspitze antreten. Darauf einigte sich die hauptstädtische ADR-Sektion am Montagabend ohne Abstimmung. Erste Kandidatin ist Marceline Goergen. Die 56-Jährige vertritt derzeit die ADR im hauptstädtischen Gemeinderat.

Roy Redings zweiter Versuch

Auch Roy Reding hat es auf ein kommunales Mandat abgesehen. Der Abgeordnete zieht als zweiter ADR-Spitzenkandidat in den Gemeindewahlkampf. Die Partei sei an ihn herangetreten, so Reding. Nach langer und reiflicher Überlegung habe er beschlossen, die Herausforderung anzunehmen.

2011 scheiterte dieser Versuch, da Reding seinen Wohnsitz erst einige Tage nach der abgelaufenen Frist amtlich gemacht hatte und somit nicht als Kandidat zugelassen wurde. Um den einzigen Sitz der Partei in der Hauptstadt zu retten, wurde Fernand Kartheiser vor den Karren gespannt. 2012 gab der Südabgeordnete und damalige ADR-Präsident sein Amt als Gemeinderatsmitglied auf.

Liste noch nicht komplett

Zwei Sitze in Luxemburg-Stadt sind im Herbst das Minimalziel der ADR, unterstreicht Roy Reding. Seine Partei wolle künftig bei der Bildung einer Mehrheit eine Rolle spielen. Nach derzeitigem Stand der Dinge scheint diese Zielsetzung jedoch hochgegriffen zu sein. Um in die Rolle des Mehrheitsbeschaffers schlüpfen zu können, müsste die Alternative Reformpartei mindestens vier Sitze erringen.

Die ADR-Liste für die Kommunalwahlen in Luxemburg-Stadt ist noch nicht komplett.  "Luxemburger Wort"-Informationen fehlen derzeit noch zwei Kandidaten. Reding zufolge werde die Partei diesbezüglich bald ein paar Überraschungen verkünden. Als sicher gilt bereits jetzt, dass ADR-Generalsekretär und Ex-Präsident der Anwaltskammer, Alex Penning, sich den Wählern in der Hauptstadt stellen wird. Gleiches trifft auch für den ehemaligen Generalstabschef der luxemburgischen Armee und Bezirkspräsident der ADR-Zentrum, Mario Daubenfeld, zu.

Verschnupfte Reaktion

Die Strategie, mit einer Doppelspitze in der Hauptstadt anzutreten, scheint allem Anschein nach innerhalb der ADR nicht jedem zu schmecken. Marceline Goergen reagierte auf Nachfrage dieser Zeitung hin etwas verschnupft und wollte die Gründe der Entscheidung nicht weiter kommentieren.

Darauf angesprochen zeigte sich Roy Reding eher gelassen: "Einige kommen gut mit mir klar, andere weniger." Im Endeffekt müssten die Interessen der Partei überwiegen. Ähnlich wie bei einem Fußballverein, hätten persönliche Feindseligkeiten innerhalb einer Partei nichts verloren. Derzeit verfügt die ADR im hauptstädtischen Gemeinderat lediglich über ein Mandat.



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