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ADR kooperiert mit "Wee 2050"
Politik 02.03.2018 Aus unserem online-Archiv

ADR kooperiert mit "Wee 2050"

Acht ADR-Listenplätze kann Fred Keup (links) frei mit "Wee 2050"-Leuten besetzen.

ADR kooperiert mit "Wee 2050"

Acht ADR-Listenplätze kann Fred Keup (links) frei mit "Wee 2050"-Leuten besetzen.
Foto: Annette Welsch
Politik 02.03.2018 Aus unserem online-Archiv

ADR kooperiert mit "Wee 2050"

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Fred Keup mit seiner Bewegung "Wee 2050", die beim Referendum 2015 die Seite der Nein-Sager vertrat, bekommt auf den ADR-Listen für die Landeswahlen acht Plätze zur Verfügung gestellt.

Dass Fred Keup als ADR-Kandidat die diesjährigen Landeswahlen für die ADR mitbestreiten soll, sickerte schon am Donnerstag in der Presse durch. Es ist nicht die ganze Wahrheit. Am Freitag erklärten ADR-Präsident Jean Schoos, ADR-Generalsekretär Alex Penning sowie Keup selber auf einer Pressekonferenz, dass im Rahmen einer Kooperation zwischen ADR und "Wee 2050" die Wahlen zusammen bestritten werden. "Es war immer mein Wunsch gewesen, nach dem Referendum die Leute, die das Nein vertraten zusammenzubringen und gemeinsam etwas zu machen, um verschiedene Sachen hier im Land verantwortungsvoll anzugehen", sagte Schoos. Der Kontakt mit Keup sei aber vor allem über Penning gelaufen.

Acht Listenplätze können nun von "Wee 2050" frei mit Kandidaten besetzt werden. "Ein kleines Mitspracherecht bedingen wir uns aus", merkte  Schoos an. Die "Wee"-Kandidaten werden dann auf den Plakaten auch als solche gekennzeichnet und beide Organisationen behalten  ihre Unabhängigkeit. Die "Wee"-Kandidaten müssen also nicht ADR-Mitglieder werden, sollten sie ins Parlament gewählt werden, werde man alles machen, damit die Fraktion funktioniert, sagte Schoos, eventuell müsse dann auch der ADR-Beitritt kommen. Keup kandidiert auf der ADR-Südliste. 

Eine Abgeordnetenzahl von "fünf plus" ist das ADR-Ziel

Als sicher gesetzte Kandidaten für die ADR stünden bislang die drei ADR-Abgeordneten Gast Gibéryen, Fernand Kartheiser und Roy Reding sowie Parteipräsident Schoos, Generalsekretär Penning und Robert Mehlen fest, hieß es. Der RTL-Journalist Dan Hardy sei ADR-Mitglied geworden und Kandidat, um Kandidat zu werden. Mehr könne und wolle man derzeit nicht sagen. Ziel sei auf alle Fälle ein "Fünf plus" an Abgeordneten.

Die beiden einzigen Themen von "Wee 2050", die Zukunft der luxemburgischen Sprache mit einem richtigen Gleichgewicht zwischen Deutsch, Englisch und Französisch als Fremdsprachen sowie das starke Wachstum, seien wichtige Themen, sagte Keup. "Es reicht für uns nicht mehr, die Debatte nur in den sozialen Medien zu führen, es war extrem wichtig für uns, einen Partner bei den Parteien zu finden", erklärte Keup.


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