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Abschlussexamen: Kaum Zeit zum Lernen
Politik 2 Min. 27.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Aufregung auf den 1ère- und 13e-Klassen

Abschlussexamen: Kaum Zeit zum Lernen

Die Schülervertreter monieren eine schlechte Planung des Ministeriums, die die Schüler benachteilige.
Aufregung auf den 1ère- und 13e-Klassen

Abschlussexamen: Kaum Zeit zum Lernen

Die Schülervertreter monieren eine schlechte Planung des Ministeriums, die die Schüler benachteilige.
Foto: Gerry Huberty
Politik 2 Min. 27.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Aufregung auf den 1ère- und 13e-Klassen

Abschlussexamen: Kaum Zeit zum Lernen

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Die 1ère- und 13e-Schüler werden 2017 knapp einen Tag haben, um sich aufs Abschlussexamen vorzubereiten, monieren Schülervertreter. Der letzte Schultag ist am 24. Mai 2017, und am 26. Mai steht die erste schriftliche Prüfung an.

(BB) - "Den Schülern wird für die Abschlussexamen 2017 zu wenig Zeit bleiben, um sich entsprechend auf die Prüfungen vorzubereiten", moniert die Schülervertretung CNEL. Dieses Schuljahr ist die Agenda für die 1ère- und 13e-Schüler in der Tat eng bemessen, um den Stoff zu Hause zu wiederholen. Am Mittwoch den 24. Mai 2017 soll der letzte Schultag sein und die erste schriftliche Prüfung soll schon am Freitag den 26. Mai abgehalten werden.

"Die angedachte Agenda fürs Abschlussexamen führt zu einem viel höheren Leistungsdruck, und das beim ohnehin schon großen Examensstress", sagt die Schülervertretung. Selbst Lehrer stimmen auf "Wort"-Nachfrage hin zu: "Das ist für die Schüler ungünstig".

Konkret sieht die Agenda wie folgt aus: Am Freitag den 26. Mai soll die erste schriftliche Prüfung erfolgen. Nach dem Wochenende folgen weitere Prüfungen. Vom 3. Juni bis zum 11. Juni können die Schüler während der Pfingstferien ein bisschen aufatmen. Bevor sie am Montag den 12. Juni das letzte Examen haben. Mündliche Tests sollen ihrerseits bereits im Semester stattfinden.

"Geht es nicht anders?"

Nun kommen die Pfingstferien zum Schluss der Examenszeit den Schülern wohl nicht gelegen. Viele betroffene Schüler und ihre Eltern fragen sich, wieso sich das Bildungsministerium für diese Planung entschieden hat. "Geht es nicht anders?", lautet eine oft gestellte Frage.

Näheres über die Beweggründe von Minister Claude Meisch will nicht zuletzt die CSV-Abgeordnete Martine Hansen in einer parlamentarischen Anfrage erfahren.

Das Bildungsministerium erklärte auf Nachfrage hin, dass man den Schulunterricht verlängert habe, damit der Lernstoff nochmals in der Klasse wiederholt werden kann. "Die verlängerte Schulzeit soll den Schülern zugutekommen, damit sie sich im gemeinsamen Unterricht auf die Examen vorbereiten und somit ihre Chancen auf einen guten Abschluss erhöhen", so eine Sprecherin des Ministeriums.

Aus Sicht der CNEL, wie auch der Piratenpartei (die sich in die Diskussion eingebracht hat), sind die Schüler nun die Leidtragenden eines politischen Abkommens. Der Minister und die Lehrergewerkschaften hatten vor ein paar Monaten eine Verlängerung des Unterrichts um ein, zwei Wochen auf den Abschlussklassen abgemacht. Das müssten nun die jungen Leute ausbaden.

Zum Vergleich: Bei den diesjährigen Abschlussexamen war der letzte Schultag schon am 13. Mai. Dann folgte eine Woche Pfingstferien. Die Examen hatten anschließend  am Montag den 23. Mai 2016 begonnen.

Minister Claude Meisch will sich jedenfalls die Sorgen der Schüler anhören. In Bälde werde sich der Minister mit der Schülervertretung CNEL besprechen, heißt es aus dem Ministerium. Man wolle gemeinsam erörtern, wie man den Sorgen Rechnung tragen kann.




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