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Ab nächster Woche: Corona-Tests in den Schulen
Politik 06.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Ab nächster Woche: Corona-Tests in den Schulen

Die Regierung diskutiert am Freitag über neue Maßnahmen, die ab nächster Woche in den Schulen greifen sollen.

Ab nächster Woche: Corona-Tests in den Schulen

Die Regierung diskutiert am Freitag über neue Maßnahmen, die ab nächster Woche in den Schulen greifen sollen.
Foto: DPA
Politik 06.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Ab nächster Woche: Corona-Tests in den Schulen

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Das Kabinett beschließt am Freitag neue Maßnahmen, die ab nächster Woche in den Schulen greifen sollen, darunter Corona-Tests in den Schulen.

Die Verzögerungen beim Contact Tracing, beim Testen und bei den Testergebnissen im Bildungswesen haben die Regierung dazu veranlasst, zu reagieren. Wie das Onlineportal L'essentiel und RTL am Freitag melden, sollen Schüler im Falle des Szenario 1 (ein Infektionsfall in einer Klasse) künftig in den Schulen getestet werden und Schuldirektionen sollen die Möglichkeit bekommen, Schüler und Lehrer in Quarantäne zu schicken statt auf Anweisungen der Santé warten zu müssen, beziehungsweise Testverschreibungen auszuhändigen.


Zwischen dem 15. September und dem 23. Oktober haben sich den offiziellen Zahlen nach nur vier Schüler in der Schule angesteckt. Eltern und Lehrer bezweifeln, dass dem tatsächlich so ist.
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Vieles deutet darauf hin, dass die Infektionslage in den Schulen eine andere ist als die, die die Regierung mit ihren Statistiken versucht, darzulegen.

Im Secondaire werde angedacht, in den oberen Klassen teils auf Homeschooling umzuschalten. Das bestehende Sanitärkonzept sieht diese Möglichkeit bereits vor. Allerdings wurde in den Sekundarschulen noch kein Gebrauch davon gemacht. In einer Analyse, die in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium ausgearbeitet wurde, habe man festgestellt, dass das Virus in den höheren Altersklassen präsenter sei, so Bildungsminister Claude Meisch am Freitagmorgen bei RTL. Daher sei davon auszugehen, dass das Infektionsrisiko in den Oberstufen höher liege.

Die Möglichkeit sei bei der Sitzung des Collège des directeurs mit Bildungsminister Claude Meisch (DP) eine Woche vor den Herbstferien auch nicht thematisiert worden, hatte der Präsident des Collège des directeurs, Jean Theis, Ende Oktober gegenüber dem „Luxemburger Wort“ erklärt.   


Das Bildungsministerium denkt darüber nach, die Schüler der oberen Sekundarstufe teils im Präsenz- und teils im Fernunterricht zu unterrichten. Hintergrund ist die zunehmende Zahl an Neuinfektionen bei 16- bis 19-Jährigen in der gesamten Bevölkerung.
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Über diese und mögliche weitere Maßnahmen diskutiert die Regierung am Freitagvormittag in der Kabinettssitzung.

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