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75 Jahre Freiheit
Politik 13 10.09.2019

75 Jahre Freiheit

Die Erinnerungsfeierlichkeiten an den 75. Jahrestag der Befreiung der Hauptstadt begannen mit einer offiziellen Kranzniederlegung am Kanounenhiwwel.

75 Jahre Freiheit

Die Erinnerungsfeierlichkeiten an den 75. Jahrestag der Befreiung der Hauptstadt begannen mit einer offiziellen Kranzniederlegung am Kanounenhiwwel.
Foto: Anouk Antony
Politik 13 10.09.2019

75 Jahre Freiheit

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Vor 75 Jahren wurde die Stadt Luxemburg von den alliierten Truppen befreit. Mit einem Festakt im Cercle erinnerten die Stadt und die Regierung an den historischen Tag.

Auf den Tag genau vor 75 Jahren wurde die Stadt Luxemburg von den alliierten Truppen befreit. Die offizielle Gedenkfeier fand am Dienstag im Cercle-Gebäude  im Beisein von Großherzog Henri statt. Es war denn auch das historische Gebäude auf der Place d'Arme, das Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) in den Mittelpunkt ihrer Rede stellte: "Wenn diese Mauern sprechen könnten, würden sie eine Geschichte von viel Freude, aber auch viel Leid erzählen."

In dem 1909 errichteten Gebäude hatten 1939 noch die 100-Jahr-Feierlichkeiten stattgefunden, bevor sich im Mai 1940 mit der Nazi-Besatzung eine düstere,  bleierne über das Land legte, und das für fünf lange Jahre. 

Am 10. September 1944 stand der Cercle dann endlich wieder im Mittelpunkt eines historischen Tags: Nachdem die alliierten Truppen von Bartringen kommend am Morgen über die Route de Longwy unter dem Jubel der Bevölkerung  in die Stadt einmarschiert waren,  führte der erste Weg vom Boulevard Royal zur Place d'Armes: Vom Balkon des Cercle überbrachte Prinz Félix, der mit der ersten Welle der Alliierten  in die Stadt gekommen war, Grüße von Großherzogin Charlotte. Als am Nachmittag dann auch noch Prinz Jean, der spätere Großherzog, dazu kam, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr.


Prinz Jean wurde im September 1944 von den Menschen gefeiert.
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Auch Premierminister Xavier Bettel (DP) sprach von einem "symbolträchtigen Gebäude".  "Heute, 75 Jahre nach der Befreiung des Landes, sind Freiheit und Frieden eine Selbstverständlichkeit", so der Premier in seiner sehr emotionalen Rede.  Es sei es daher nur sehr schwer vorstellbar, dass rechtes Gedankengut schon wieder salonfähig sei. Umso wichtiger sei es, die Erinnerung wach zu halten und das Wissen um die Gräuel der Nazis weiterzugeben. Wach gehalten werden müsse aber auch die Erinnerung an die Leistungen und die Opfer der Befreier: "Wir müssen die Erinnerung weitergeben wie die Fackel bei den Olympischen Spielen."



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