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60:0 für die Rettungsdienste
Politik 03.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Neue Infrastrukturen am Rond-Point Gluck

60:0 für die Rettungsdienste

Für 120 Millionen Euro entstehen am Rond-Point-Gluck neue Räumlichkeiten für das Rettungswesen.
Neue Infrastrukturen am Rond-Point Gluck

60:0 für die Rettungsdienste

Für 120 Millionen Euro entstehen am Rond-Point-Gluck neue Räumlichkeiten für das Rettungswesen.
Foto: Marc Schoentgen
Politik 03.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Neue Infrastrukturen am Rond-Point Gluck

60:0 für die Rettungsdienste

Die Reform der Rettungsdienste nimmt Form an. Mit der Gesetzvorlage 6778 hat die Abgeordnetenkammer die Schaffung neuer, moderner Räumlichkeiten am hauptstädtischen Rond-Point Gluck einstimmig verabschiedet.

(mas) - Die Idee ist nicht neu: Eine moderne, den heutigen Anforderungen gerecht werdende Kaserne für die Berufsfeuerwehr der Hauptstadt, mit der die betagten Einrichtungen an der Route d'Arlon abgelöst werden sollen.

Mit der Gesetzesvorlage 6778, die die Zustimmung aller Abgeordneten erhielt, wird die Idee nun Wirklichkeit. Am Ban de Gasperich soll das infrastrukturelle Herzstück des luxemburgischen Rettungswesens entstehen, mit neuen Räumlichkeiten für die hauptstädtische Berufswehr, der Notrufzentrale 112, der Verwaltung sowie Ausbildungsstätten, in der Nachfolge der jetzigen Standorte in Schimpach (Protection civile) und Niederfeulen (Feuerwehr).

In puncto Finanzierung gestaltet sich die Angelegenheit einfacher als beim Etablissement public, in dem Protection civile und Freiwillige Feuerwehren verschmelzen sollen: Die Räumlichkeiten, u. a. die Kaserne für die 166 Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr, werden von der Hauptstadt vorfinanziert; später wird der Staat 44,84 Prozent der Baukosten zurückerstatten. Die Baukosten für die Übungsanlagen werden vollständig von staatlicher Seite getragen.

Die Baufläche schlüsselt sich wie folgt auf: Berufsfeuerwehr 11 340 m2, davon 2 900 m2 für die Unterbringung des Fuhrparks; Verwaltungsräume 2 600 m2; Ausbildungsstätten 3 800 m2; Sonstiges (Kantine, Dienstwohnung, Stellplätze, 112, Technik) 8 436 m2.

Der Zeitplan konnte bis dato eingehalten werden, so dass die Bagger 2016 am Rond-Point Gluck anrücken können. Nach dem Umzug der Berufsfeuerwehr soll die Kaserne an der Arloner Straße einem Wohnungsbauprojekt weichen, ebenso wie das angrenzende Josy-Barthel-Stadion. Während die Feuerwehrschule in Niederfeulen dem Feuerwehrverband für seine Jugendabteilung zur Verfügung gestellt werden soll, steht hinter der künftigen Verwendung der Einrichtungen in Schimpach noch ein Fragezeichen.


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