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50 Jahre CGFP: „Ein fairer und verlässlicher Partner“
Politik 11 2 Min. 09.11.2017

50 Jahre CGFP: „Ein fairer und verlässlicher Partner“

Präsident Romain Wolff dankte den langjährigen Mitgliedern für ihren Einsatz.

50 Jahre CGFP: „Ein fairer und verlässlicher Partner“

Präsident Romain Wolff dankte den langjährigen Mitgliedern für ihren Einsatz.
Foto: Gerry Huberty
Politik 11 2 Min. 09.11.2017

50 Jahre CGFP: „Ein fairer und verlässlicher Partner“

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Mit einer akademischen Sitzung hat die CGFP am Donnerstagabend im Cercle Cité ihren 50. Geburtstag gefeiert. Dabei wurde die Staatsbeamtengewerkschaft mit Lob und Glückwünschen überhäuft.

(ham) - Sie sind das Rückgrat des Staates: die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Entsprechend lang war am Donnerstagabend die Liste der Ehrengäste, die der Staatsbeamtengewerkschaft CFGP im Rahmen ihrer Jubiläumsfeier im hauptstädtischen Cercle Cité ihre Wertschätzung entgegenbringen wollten.

In Anwesenheit von Großherzog Henri, zahlreichen Regierungsvertretern und früheren Ministern des öffentlichen Dienstes, ergriff CGFP-Präsident Romain Wolff die Gelegenheit, vor allem jenen Mitgliedern zu danken, die sich in den letzten 50 Jahren um die GGFP und den öffentlichen Dienst verdient gemacht haben. Auch wenn in den kommenden Wochen noch so manches Gewerkschaftliche angesprochen werden müsse, wolle er den Abend den Feierlichkeiten vorbehalten, so Romain Wolff.

Laut Staatsminister Xavier Bettel sei die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft per Definition nicht immer einfach. „Ich möchte aber unterstreichen, dass wenn um Land und Gesellschaft geht, um unsere Zukunft, haben es Regierung und CGFP noch immer fertig gebracht, an einem Strang zu ziehen“, so Bettel. Die unangefochtene Staatsbeamtengewerkschaft habe ihre Ideen stets mit großem Engagement verteidigt. Auch wenn die Ansichten manchmal auseinander gingen, müsse man das anerkennen.

Reform des Staatsexamens

Als Minister des öffentlichen Dienstes betonte Dan Kersch, dass es sich bei der CGFP stets um einen guten und verlässlichen Partner gehandelt habe, der sich an die Abmachungen halte. Es sei die Pflicht der Regierung, einen effizienten öffentlichen Dienst zu garantieren. Auch wenn er die umstrittene 80/80/90-Regelung in der Stage-Zeit nicht direkt ansprach, so gab Kersch doch zu verstehen, dass er in Gehaltsfragen eine Lösung "im absoluten Konsens" anstrebe.

Die Herausforderung des öffentlichen Dienstes liege darin, einen Staat für 900 000 Menschen zu organisieren, jedoch nur aus einem möglichen Mitarbeiterpool von 300 000 Menschen schöpfen zu können. „Die Rekrutierungsprozeduren sind längst nicht mehr zeitgemäß und es ist an der Zeit, flexibel an diese Diskussionen heran zu gehen“, so Kersch, der in diesem Zusammenhang eine rasche Reform des Staatsexamens ankündigte.

Der langjährige Generalsekretär der "Confédération Générale de la Fonction Publique", Jos Daleiden, ging noch auf die Anfänge der CGFP ein, die 1967 aus der "Association Générale des Fonctionnaires et Employés de l’Etat" hervor gegangen war. Die Staatsbeamtengewerkschaft sei in den letzten 50 Jahren zum Inbegriff von Solidarität geworden, so Daleiden in einer leidenschaftlichen Rede. Die Mitglieder der Gewerkschaft hätten stets ihren Mann oder ihre Frau gestanden, Verantwortung übernommen und ihren Beitrag geleistet. Und das werde auch in Zukunft so sein.


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