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5.849 Unterschriften in zehn Tagen gegen Cattenom
Politik 01.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Petition

5.849 Unterschriften in zehn Tagen gegen Cattenom

Ziel der Petition ist das Einleiten gerichtlicher Schritte gegen das Atomkraftwerk Cattenom.
Petition

5.849 Unterschriften in zehn Tagen gegen Cattenom

Ziel der Petition ist das Einleiten gerichtlicher Schritte gegen das Atomkraftwerk Cattenom.
Foto: Pierre Matgé
Politik 01.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Petition

5.849 Unterschriften in zehn Tagen gegen Cattenom

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Die Petition 621, welche das Einleiten gerichtlicher Schritte gegen das Atomkraftwerk Cattenom fordert, hat nach nur zehn Tagen bereits 5.849 Unterschriften gesammelt.

(stb) - Seit dem 22. März können Interessierte auf der Internetsite der Chamber die Petition 621 unterzeichnen, deren Ziel das Einleiten gerichtlicher Schritte gegen das Atomkraftwerk Cattenom ist. Nach gut einer Woche haben bereits        5.849 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Damit sind bereits jetzt die nötigen 4.500 Unterschriften erreicht, um eine öffentliche Anhörung in der Chamber zu erzwingen.

Kritik an fehlender Transparenz

Für den Bittsteller Marc Schmit liegen die Beweggründe auf der Hand. Das im Grenzgebiet liegende Atomkraftwerk stelle die Existenz von Luxemburg in Frage. „Permanent kommt es zu Störfällen in Cattenom und es mangelt vor allem an einer transparenten Kommunikation“, so Marc Schmit. Es sei zu befürchten, dass die Fälle, die öffentlich werden, nicht der ganzen Wahrheit entsprechen würden.

Manfred Mertins, ehemaliger Sachverständiger für AKW-Sicherheit, kommt zu dem Schluss, dass das Atomkraftwerk Cattenom nicht den Mindestanforderungen an Sicherheit entspricht. Im Falle eines Ausfalls aller Sicherheitssysteme gebe es nur einen „bedingten Grundschutz“ zur Verhinderung einer nuklearen Katastrophe. Im Ernstfall sei eine Kernschmelze in der Anlage nicht beherrschbar. Gemäß den deutschen Sicherheitsstandards hätte das AKW Cattenom längst abgeschaltet werden müssen.

Das Atomkraftwerk nahm im Jahr 1986 erstmals den Betrieb auf. Eigentlich sollte die Atomzentrale 2026 abgeschaltet werden. Die Laufzeit wurde aber erst kürzlich bis 2046 verlängert.

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