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3.000 Betten in Alters- und Pflegeheimen in Planung
Politik 2 Min. 11.08.2022
Der Bedarf steigt

3.000 Betten in Alters- und Pflegeheimen in Planung

6.403 Betten stehen aktuell in Pflege- und Altersheimen zur Verfügung.
Der Bedarf steigt

3.000 Betten in Alters- und Pflegeheimen in Planung

6.403 Betten stehen aktuell in Pflege- und Altersheimen zur Verfügung.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 11.08.2022
Der Bedarf steigt

3.000 Betten in Alters- und Pflegeheimen in Planung

Florian JAVEL
Florian JAVEL
Trotz des akuten Arbeitskräftemangels im Pflegebereich zeigt sich Ministerin Cahen zuversichtlich - für die alternde Bevölkerung wird in Zukunft weiter gesorgt sein.

Die Bevölkerung Luxemburgs wird im Durchschnitt älter - damit steigt auch der Bedarf an Personal und Infrastrukturen im Pflegebereich. Den aktuellen Vorhersagen zur Entwicklung des demografischen Wachstums Luxemburgs nach wird die Lebenserwartung von Männern hierzulande bis 2070 von 80,3 auf 86,6 steigen, während bei Frauen eine Anhebung von 85 auf 90,8 Jahre erwartet wird. 15,5 Prozent der Bevölkerung sind aktuell über 60 Jahre alt, wobei diese Zahl um 2070 auf 29,7 ansteigen soll. 

Die Antwort darauf, ob Pflege- und Altersheime dafür gewappnet sind, eine solche Anzahl an Menschen aufzunehmen, geht aus der Antwort der Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen (DP) auf eine parlamentarische Anfrage von Jeff Engelen (ADR) hervor. Der ADR-Abgeordnete stellte darin in Aussicht, dass der akute Arbeitskräftemangel hierzulande zu einer Knappheit an Betten in Pflege- und Altenheimen führen könnte - und das trotz des steigenden Bedarfs.


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Die zuständige Ministerin erklärt in ihrer Antwort, die Anzeichen für eine solche Knappheit seien zurzeit nicht erkennbar. Dass aufgrund des fehlenden Personals Zimmer in Pflege- und Altersheimen leer blieben, verneinte Cahen. Man sei sich aber des Bedarfs an zusätzlichen Arbeitskräften bewusst, weswegen am 13. Juli eine Kampagne gestartet wurde, um für die Attraktivität von Gesundheitsberufen hierzulande zu werben und damit ein jüngeres Publikum zu erreichen.

3.000 Intensivbetten in Planung

Aufgrund des demografischen Wachstums wird zudem der Bedarf an Betten in Pflege- und Altersheimen steigen. Wie in der großherzoglichen Verordnung vom 8. Dezember 1999 festgelegt, stehen aktuell 6.403 Betten zur Verfügung. 3.930 davon befinden sich in Altersheimen (Centres intégrés pour personnes âgées), 2.473 in Pflegeheimen (Maisons de soins -MS) und 914 in Strukturen für betreutes Wohnen (Logements encadrés). 


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Das Familienministerium sei darüber hinaus in Kenntnis über 3.000 zusätzliche Betten, die in Planung seien. Laut dem sogenannten ASFT-Gesetz (Activité Sociale, Familiale et Thérapeutique) stehe dem Ministerium zusätzlich die Möglichkeit offen, Bau- und Renovierungsprojekte zum Teil finanziell zu unterstützen, um das Angebot anzukurbeln. 

Dass eine Zufriedenheitsstudie von 2022, bei der Pflegeversicherungsbezieher ihre Präferenz kundgetan haben, im hohen Alter so lange wie möglich zuhause bleiben zu wollen, deutet die Familienministerin als ein weiteres Zeichen dafür, dass eine Belastung der Pflegestrukturen als unwahrscheinlich gilt.

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