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24 Personen haben sich bei Impfungen vorgedrängelt
Politik 30.03.2021

24 Personen haben sich bei Impfungen vorgedrängelt

24 Personen haben sich bei Impfungen vorgedrängelt

Foto: AFP
Politik 30.03.2021

24 Personen haben sich bei Impfungen vorgedrängelt

24 Personen aus dem Krankenhaus- und Pflegesektor wurden laut dem Gesundheitsministerium vorzeitig geimpft. Der Impfstoff sei Staatsbesitz.

(SC) - Laut dem Gesundheitsministerium sind der Regierung bislang 24 Fälle bekannt, bei denen Menschen gegen das Corona-Virus geimpft wurden, obwohl es noch nicht an ihrer Reihe war. 23 Impfdrängler gehen demnach auf den Krankenhaussektor zurück, eine weitere Person aus dem Pflegesektor ließ sich ebenfalls vorzeitig impfen. Das geht aus einer parlamentarischen Frage der Piraten Marc Goergen und Sven Clement an das Gesundheitsministerium hervor. Stellvertretend für Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP), die sich nach gesundheitlichen Beschwerden derzeit noch erholt, antwortete Laurent Jomé,  Premier Conseil de Gouvernement.


PK Hôpitaux Robert Schuman im Alvisse Parc Hôtel in Dommeldingen: Jean-Louis Schiltz (Präsident des Aufsichtsrates. Foto: Alain Piron
HRS-Pressekonferenz: Peinlich, peinlich
Wie Jean-Louis Schiltz sich gegen Kritik verteidigen wollte, dabei seine eigene Glaubwürdigkeit verspielte und das Ansehen der Kliniken ramponierte.

Generell könne im Impfverfahren sichergestellt werden, dass Menschen sich nicht vordrängeln können, so Jomé. Denn: Bei der Ankunft im Impfzentrum müssen Patienten sowohl ihre Terminbestätigung, als auch ihren Ausweis vorlegen. Somit könne man bestimmten, ob die Identität der eingeladenen Person auch tatsächlich der des vorstellig gewordenen Impfkandidaten entspricht. 

Alle in Luxemburg verabreichten Impfstoffe gehören dem Staat, bestätigte Jomé - auf die Frage, ob sich Impfdrängler mit ihrer Handlung des Diebstahls von Staatsbesitz schuldig gemacht haben könnten, gab es allerdings keine klare Antwort. Eventuelle Gesetzesverstöße müssten von den jeweiligen Gerichtsinstanzen beurteilt werden.

Grundsätzlich hätten die Krankenhäuser bisher allerdings selbst Konsequenzen gezogen. Abhängig von der Schwere der Fälle habe dies von internen Sanktionen bis hin zu Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft gereicht. 


Henri Grethen, 70 ans, a été vacciné le 19 février dernier, alors même que les consignes dans le secteur des soins avaient été données pour que seuls les salariés bénéficient des injections.
Ex-Minister Henri Grethen frühzeitig geimpft
Der ehemalige DP-Politiker und Präsident der hauptstädtischen Hospices Civils Henri Grethen wurde frühzeitig geimpft.

Neben den Verwaltungsratsmitgliedern der Hôpitaux Robert Schuman - Michel Wurth, Claude Seywert und dem ehemaligen CSV-Minister Jean-Louis Schiltz - hatte sich auch der frühere DP-Wirtschaftsminister Henri Grethen  als Vorsitzender der hauptstädtischen Hospices Civils vorzeitig impfen lassen. Piraten-Präsident Sven Clement hatte sich nach Bekanntwerden der Vorfälle in einem Brief an die Generalstaatsanwältin Martine Solovieff gewandt, um sie über die möglichen Straftaten zu informieren.

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