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22 Soldaten für Litauen
Politik 13.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Armee

22 Soldaten für Litauen

Die Luxemburger Soldaten werden zusammen mit Belgiern und Niederländern in ein Bataillon eingegliedert.
Luxemburger Armee

22 Soldaten für Litauen

Die Luxemburger Soldaten werden zusammen mit Belgiern und Niederländern in ein Bataillon eingegliedert.
Foto: LW-Archiv
Politik 13.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Armee

22 Soldaten für Litauen

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Im Juli wird Luxemburg im Rahmen einer NATO-Mission 22 Soldaten nach Litauen entsenden. Die Mission in Afghanistan wird unterdessen fortgesetzt. Die Gesamtkosten beziffern sich auf 74 Millionen Euro.

(ml) - Im Juli wird Luxemburg einen Kontingent von 22 Soldaten nach Litauen schicken. Dies wurde am Montag einstimmig in dem außenpolitischen Parlamentsausschuss beschlossen.

Beim NATO-Gipfel in Warschau hatten die drei baltischen Staaten (Estland, Litauen und Lettland) sowie Polen im Juli vergangenen Jahres ihre Befürchtung vor einer russischen Aggression zum Ausdruck gebracht. Das militärische Bündnis reagierte damals mit einer Truppenverstärkung. Es wurde beschlossen, vier multinationale Bataillone mit insgesamt 4.000 Soldaten in Polen und in den baltischen Ländern zu stationieren.

Transport- und Aufklärungsarbeit

Die luxemburgischen Soldaten werden in ein Bataillon eingegliedert, dem auch Niederländer und Belgier angehören. Der NATO-Einsatz in Litauen wird von den Deutschen geleitet. Keineswegs gehe es darum, die Russen zu provozieren, sagte Marc Angel, Präsident des parlamentarischen Fachausschusses dem "Luxemburger Wort". Ziel sei es, den Polen und den Balten Rückhalt und Solidarität zu bieten.

In einer ersten Phase werden die luxemburgischen Soldaten für Transportaufgaben zuständig sein. Ab 2018 wird ihre Mission auf Aufklärungsarbeit ausgeweitet. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen sie auch im Bereich der Satellitenkommunikation tätig sein. Die Transportkosten der luxemburgischen Nato-Mission in Litauen belaufen sich auf 91.000 Euro. Hinzu kommen Entschädigungszahlungen in Höhe von 395.000 Euro und sonstige Kosten von 160.000 Euro. 

Gesamtausgaben von 75 Millionen Euro

Seit 2001 beteiligt sich die luxemburgische Armee unterdessen in Afghanistan an der Militäroperation ISAF. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 75 Millionen Euro, teilen die Minister Etienne Schneider, Jean Asselborn und Romain Schneider in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser mit. 41 Millionen Euro flossen  in humanitäre Projekte und in den Wiederaufbau. Im militärischen Bereich hat Luxemburg bislang 35 Millionen Euro beigesteuert.

In den vergangenen 15 Jahren waren 274 Luxemburger Soldaten in Afghanistan im Einsatz. Die luxemburgische Armee nimmt bis Sommer 2018 an der NATO-Mission am Hindukusch teil. Derzeit wird nicht in Erwägung gezogen, die Mission frühzeitig zu beenden, heißt es weiter.

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