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19.000 Euro für Familien-Kampagne
Politik 08.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Familienministerium

19.000 Euro für Familien-Kampagne

Familienministerin Cahen wirbt in dem Clip für die künftige Familienpolitik der Regierung.
Familienministerium

19.000 Euro für Familien-Kampagne

Familienministerin Cahen wirbt in dem Clip für die künftige Familienpolitik der Regierung.
Foto: Christophe Olinger
Politik 08.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Familienministerium

19.000 Euro für Familien-Kampagne

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Im Rahmen der Kindergeldreform ließ Familienministerin Corinne Cahen ein Werbevideo drehen. Die Kosten haben für Diskussionsstoff gesorgt.

(TJ) - "All Kand ass gläich", so lautet die Kernbotschaft eines Werbevideos, das vom Familienministerium im Rahmen der Reform der Familienzulagen in Auftrag gegeben wurde. Idyllische Szenen aus dem Leben junger Familien werden ebenso gezeigt, wie Familienministerin Corinne Cahen bei der Arbeit.


Väter und Mütter sollen Zeit haben, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, weshalb man sich zur Reform der Zulagen entschlossen habe, so eine weitere Botschaft des Clips, der mit den Worten "Fir d'Zukunft vun eise Kanner" endet. Gesprochen wird das Video von der Ministerin höchstpersönlich. Der Kostenpunkt für die Kampagne mit dem Clip, einem Flyer und einer Internet-Seite belief sich auf 19.000 Euro, dies hatte Premier Bettel im Parlament auf Nachfrage hin erklärt.

Der Abgeordnete Laurent Zeimet (CSV) begnügte sich nicht mit dieser Auskunft und wollte von Medien- und Kommunikationsminister weitere Informationen. Unter anderem wollte er wissen, welche Botschaft man mit dem Spot vermitteln wolle und ob die Kosten für Clips dieser Art nicht eher von den Parteien bezahlt werden sollten, anstatt aus Steuergeldern. Zudem wollte er wissen, ob jedes Regierungsmitglied für persönliche Werbung über öffentliche Gelder verfüge.

"Regierung steht hinter der Reform"

Die Regierung stehe hinter der Reform. Diese sei Bestandteil der Regierungserklärung gewesen, so Bettel, der in seiner Antwort lediglich auf den Verwendungszweck des Videos als "elektronisches Vorwort" der Internetseite "www.réforme-famille" verweist. Bettel bestätigt den Kostenpunkt von 19.000 Euro.

Das Familienministerium verfüge für 2016 über ein Budget von 85.000 Euro für Werbezwecke. Über eben diesen Posten sei das Video bezahlt worden, so Bettel, der Zeimet nicht auf die Frage, ob das Video zu persönlich und daher eher von der Partei der Familienministerin bezahlt hätte werden müssen, antwortet.

Auch auf die Budgets anderer Ministerien für ähnliche Zwecke, geht Bettel nicht ein.


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