Wählen Sie Ihre Nachrichten​

14 Neuinfektionen am Montag
Politik 2 Min. 29.06.2020

14 Neuinfektionen am Montag

Nach wie vor wird auf intensives Testen gesetzt, um die Infektionsketten schnellstmöglich unterbrechen zu können.

14 Neuinfektionen am Montag

Nach wie vor wird auf intensives Testen gesetzt, um die Infektionsketten schnellstmöglich unterbrechen zu können.
Foto: DPA
Politik 2 Min. 29.06.2020

14 Neuinfektionen am Montag

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Zu Wochenbeginn wurden in Luxemburg 14 weitere Covid-19-Fälle registriert. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt aktuell bei 4.256.

Zwischen Sonntag und Montag wurden in Luxemburg 14 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet - dies bei 1.205 Tests. Damit schwächt sich der beunruhigende Trend der vergangenen Tage leicht ab. Allerdings steigt die Reproduktionszahl von 0,940 auf 1,370 an. Das bedeutet, dass Erkrankte im Schnitt mehr als eine weitere Person mit dem Virus anstecken.

Seit Beginn der Pandemie zählt man im Großherzogtum damit 4.256 Fälle von Covid-19. Die Zahl der Todesopfer stagniert weiter bei 110. Elf Personen sind noch im Krankenhaus, zwei davon in Intensivbehandlung.

Bedenklicher Anstieg


Neue Covid-19-Fälle: "Von der Geschwindigkeit überrascht"
Der Direktor der Santé zeigt sich im Gespräch überrascht über das schnelle Ansteigen der Infektionszahlen in den vergangenen Tagen. Trotzdem könne man noch nicht von einer zweiten Welle reden.

Seit einigen Tagen war ein besorgniserregender Anstieg der Infektionszahlen in Luxemburg verzeichnet worden. Zwischen Freitag und Sonntag notierte man 91 neue Fälle, davon allein am Samstag 44. Während der Wochen davor hatte man sich meist im einstelligen Bereich bewegt.

Gesundheitsministerin Lenert hatte von "beunruhigenden Werten" gesprochen, ob es sich dabei um die viel gefürchtete Zweite Welle handle, wollte sie am Montag noch nicht bestätigen. Dazu will man sich noch einige Tage Beobachtungszeit geben, so die politisch Verantwortliche. Vorsicht ist weiterhin die Mutter der sprichwörtlichen Porzellankiste - demzufolge hat das Gesundheitsministerium einen Appell an die Bevölkerung gerichtet, von Partys und Feiern wegzubleiben.


Luxemburg: Wie eine zweite Corona-Welle vermieden werden kann
Eine Analyse von Liser-Forschern für die Zeit nach den Lockerungen ergibt fünf Empfehlungen, wie der Anstieg der Kurve neuer Covid-19-Infektionen verhindert werden kann.

Auch Dr. Jean-Claude Schmit, Direktor der Santé, sagte sich im LW-Interview überrascht über den rasanten Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Tagen: "Wir haben schon damit gerechnet, dass die Zahlen mit dem Lockern der Auflagen wieder ansteigen würden. Trotzdem war ich erstaunt über die Geschwindigkeit, mit der diese Zahlen innerhalb von nur drei Tagen von elf auf 44 Fälle anstiegen."

Kein Gruppenunterricht mehr


Der allzu sorglose Umgang mit dem Virus führt unweigerlich wieder zu rasch ansteigenden Infektionszahlen.
Corona-Infektionen: Wer nicht hören will ...
Nach der Lockerung werden wieder mehr Corona-Infektionen verzeichnet. Die Regierung gibt dabei ein schlechtes Bild ab.

Neun Schüler und ein Lehrer haben sich seit der Wiederaufnahme des Sekundarschulunterrichts am 4. Mai angesteckt. Minister Meisch geht aber nicht davon aus, dass der Unterricht an und für sich ein großes Risiko darstellt. Seit diesem Montag ist die Aufteilung der Klassen in zwei Gruppen aufgehoben.

Wichtige Empfehlungen

Das Forschungsinstitut Liser hatte in einer Studie vielmehr vor Risiken im gesellschaftlichen Leben gewarnt und eine Reihe von Empfehlungen zusammengefasst, zu denen die Telearbeit und vor allem das Aufrechterhalten der Maßnahmen zur physischen Distanz und von Hygienemaßnahmen im gesellschaftlichen und Familienleben angeraten.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema