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Zum 20. Todestag von Lady Di: Mythos Diana
Panorama 31.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Zum 20. Todestag von Lady Di: Mythos Diana

Elton John spielt eine umgeschriebene Version von "Candle in the Wind" während der Beerdigung von Diana am 6. September 1997.

Zum 20. Todestag von Lady Di: Mythos Diana

Elton John spielt eine umgeschriebene Version von "Candle in the Wind" während der Beerdigung von Diana am 6. September 1997.
Foto: LW-Archiv
Panorama 31.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Zum 20. Todestag von Lady Di: Mythos Diana

Über zwei Milliarden Menschen verfolgten die Trauerfeier für Diana Spencer. Die "Königin der Herzen" wurde zu Lebzeiten von den Medien verfolgt. Auch 20 Jahre nach ihrem Tod reißen die Veröffentlichungen nicht ab.

(KNA) - Elton John hat die Neuauflage seiner Ballade "Candle in the Wind" nicht noch einmal aufgeführt. Er würde die Emotionen, die das Stück in ihm weckt, nicht verkraften, erklärte der Musiker. 1997 hatte er es umgetextet und auf der Beerdigung seiner Freundin Diana, Prinzessin von Wales, gesungen.

Um die besungene "Lady Di" ranken sich seit ihrem Unfalltod vor 20 Jahren mehr Mythen denn je. Sie wurde 36 Jahre alt. Wer Berichte und Bücher über Diana liest, gewinnt den Eindruck, dass es nur zwei Gruppen gibt: einerseits die Freunde, Fans und Bewunderer, andererseits Feinde, Neider und Spötter. Unmittelbar nach ihrem Tod wurden vor allem Huldigungen veröffentlicht. In den Folgejahren kamen Enthüllungsbücher dazu: Versuche, "ungeschminkt" die dunkle Seite jener Ikone zu zeigen, zu der die junge Frau zuvor hochstilisiert worden war.

Marienähnliche Ikone

Diana galt als meist fotografierte Frau der Welt, und Paparazzi verfolgten den Wagen, in dem sie in der Nacht des 31. August 1997 saß. Er prallte gegen einen Tunnelpfeiler, Diana starb an den Folgen innerer Verletzungen. Die Soziologen Ulrich Steuten und Hermann Strasser attestieren ihr spätestens seit ihrem tragischen Tod einen mariengleichen Grad an Verehrung.

Ihr tragischer Unfalltod im Alter von 36 Jahren verfestigte ihr Image als "moderne Madonna".
Ihr tragischer Unfalltod im Alter von 36 Jahren verfestigte ihr Image als "moderne Madonna".
Foto: Getty Images

Schon zu Lebzeiten sei sie "zu einer der herausragenden säkularen Heiligen des ausgehenden 20. Jahrhunderts" geworden, "posthum zu einer Ikone, die passgenau mit den unspezifischen religiösen Orientierungen einer modernen Gesellschaft korrespondiert", so die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte".

Zugleich polarisiert die "Königin der Herzen", die "Rose Englands", die "moderne Madonna" bis heute: Ihre Bewunderer sehen sie als Opfer der Royals, der Medien, der modernen Gesellschaft. Kritiker beschreiben sie als Genie der Selbstdarstellung, das nie an Prinz Charles interessiert gewesen sei, sondern daran, im Mittelpunkt zu stehen.

Diana als Marke

Zu ihrem 20. Todestag ist eine neue Welle der Aufmerksamkeit zu erwarten; eine umstrittene Dokumentation, die erstmals im britischen Fernsehen gezeigt wurde, sorgte bereits für Wirbel. Aus "Diana" ist eine Marke geworden, mit der sich gutes Geld verdienen lässt. Das zeigt sich nicht nur an Tassen und Kerzen mit ihrem Konterfei, an Bastelvorlagen und nachgebildetem Schmuck. Übertrafen sich die Medien im Sommer vor 20 Jahren in Analysen, wie viel Mitverantwortung sie trügen, so ergeht es der Prinzessin heute im Tod wie früher zu Lebzeiten: Jeder möchte ein Stückchen von ihr haben.

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This picture shows a photograph of Princess Diana circled by flowers on August 29, 2017, in Paris, around the Flame of Liberty statue plastered with iconic photos, flowers and messages, two days prior to the 20th anniversary of her death.
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